Abo

Politik

Gemeinderat zeigte sich mehrheitlich «schockiert»

Am Montag debattierte der Dübendorfer Gemeinderat über die Missstände im Sozialbereich, die eine administrative Untersuchung aufgedeckt hat. Anstelle von Grabenkämpfen machte sich diesmal so etwas wie eine kollektive Erleichterung breit. Oder zumindest fast.

Früher war es so: Sobald im Dübendorfer Parlament der Sozialbereich zur Sprache kam, flogen die Fetzen. Von links hagelte es Vorwürfe und Kritik in Richtung von Sozialvorsteherin Jacqueline Hofer (SVP) und anderen Verantwortlichen im Bereich Soziales. Von rechts kamen gehässige Aussagen zurück, das alles sei doch bloss verleumderisches Wahlkampfgetöse.

Am Montag war es anders, obwohl die Politikerinnen und Politiker den ganzen Abend über nichts anderes als über die Missstände und Verfehlungen in der Sozialhilfe sprachen. Anlass war die Administrativuntersuchung, deren lange erwartetes Ergebnis dem Gemeinderat vorgelegt wurde.

Die Erleichterung, dass dieses Kapitel erst einmal abgeschlossen ist – und man nun in die Zukunft schauen kann –, war deutlich spürbar. Und so wurde am Ende auch die Spezialkommission, welche die Untersuchung während Monaten begleitet hat, einstimmig aufgelöst. Ohne Vergangenheitsbewältigung ging es aber natürlich nicht.

Öffentlich entschuldigt

Im Urteil darüber, was der Bericht zutage gefördert hat, war man sich im Rat weitgehend einig. Mehrere Parlamentarier zeigten sich «tief betroffen», andere waren «schockiert». Und einige entschuldigten sich auch öffentlich und im Namen der Stadt bei den betroffenen Klienten und Mitarbeitern in der Sozialhilfe.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.