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Greifensee-Stiftung organisiert sich neu

Sowohl der Auftrag für den Ranger-Einsatz am Pfäffikersee als auch für den Betrieb der kantonalen Biberfachstelle liefen Ende 2021 aus. Dies zwang die Greifensee-Stiftung zu einer Standortbestimmung, um einen Stellenabbau zu vermeiden.

Urs Wegmann ist der Geschäftsführer der neuen «Griffin Ranger GmbH»., Dafür musste er sich von der Biberfachstelle trennen, die er vor acht Jahren aufgebaut hatte.., Das sei zwar schade, aber auch Neues reize ihn.

Archivfoto: PD

Greifensee-Stiftung organisiert sich neu

Wer auf der Website der Greifensee-Stiftung Informationen zur Biberfachstelle sucht, ist seit Anfang Jahr auf dem Holzweg. Denn nach acht Jahren hat der Kanton Zürich die Leistung neu ausgeschrieben – und die Greifensee-Stiftung ging leer aus. Neu wird die Fachstelle durch die Zürcher Fornat AG betrieben.

« Persönlich bedauere ich den Verlust natürlich » , Urs Wegmann, stellvertretender Geschäftsführer der Stiftung, der die Biberfachstelle in Uster aufgebaut hat. Zusammen mit Alice Wassmer, die neu die Leitung der Pfäffikersee Ranger übernommen hat, war Wegmann in den letzten Jahren für alle Fragen zum Thema Biber die erste Anlaufstelle.

Dass es überhaupt zu einer Neuausschreibung kam, habe mit den rechtlichen Vorgaben im öffentlichen Beschaffungswesen zu tun, heisst es seitens des Kantons Zürich. « In diesem Fall hat die Fornat AG das beste Angebot eingereicht und entsprechend den Zuschlag erhalten. »  Auf die Details, warum die Greifensee-Stiftung den Auftrag nicht weiterführen konnte, wird nicht weiter eingegangen. 

Neuorganisation mitten in der Pandemie

« Die Arbeit für die Biberfachstelle war immer faszinierend » , sagt Wegmann. Sie habe rund einen Drittel seiner Tätigkeit ausgemacht. Doch nach acht Jahren sei es auch in Ordnung, d ass sich etwas ändere. « Neues reizt mich. »

Und dieses « Neue »  kommt in der Form der « Griffin Ranger GmbH » , die im letzten Jahr gegründet wurde. Wegmann übernimmt die Geschäftsleitung dieser Tochtergesellschaft der Greifensee-Stiftung. Über sie werden fortan die Aufträge ausserhalb des Greifensee-Gebietes abgewickelt. 

Das Bild zeigt einen ausgestopften Biber, im Hintergrund ist unscharf Urs Wegmann zu erkennen.

Da Ende 2021 die Aufträge der Greifensee-Stiftung sowohl für den Einsatz ihrer Ranger am Pfäffikersee als auch für die Biberfachstelle ausliefen, habe sich eine Standortbestimmung aufgedrängt, da ein Stellenabbau drohte. « Die letzten zwei Jahre waren eine anspruchsvolle Zeit » , sagt Wegmann. « Eine Neuorganisation mitten in einer Pandemie zu planen, während fast alle von Zuhause aus arbeiten, hat es in sich. »

Und schüre Unsicherheit. So habe man auch Kündigungen von Mitarbeitern erhalten. « Das war schade, aber dadurch und durch den Wechsel von Alice Wassmer zum Pfäffikersee haben die Ressourcen und die Stellenprozente wiederum zusammengepasst. »

«D ie Nachfrage nach Rangereinsätzen steigt konstant. »

Urs Wegmann, Geschäftsleiter Griffin Ranger GmbH

Mit der neuen GmbH bleibe die Greifensee-Stiftung attraktive Arbeitgeberin und profitiere vom Fachwissen, welches in der Stiftung bleibt und weiter ausgebaut werden kann. « Der Druck auf die Natur nimmt stetig zu » , sagt Urs Wegmann. « Und die Nachfrage nach Rangereinsätzen steigt konstant weiter. »

Letzte Arbeiten für Website

Die « Griffin Ranger GmbH »  bietet Dienstleistungen, Beratungen und Schulungen in den Bereichen Schutzgebiet- und Wildtiermanagement an und ist spezialisiert auf Ranger Services. « Und dies eben nicht mehr nur am Greifensee. » 

Die Stiftung wiederum konzentriere sich dadurch wieder auf den Greifensee. Die bereits bestehenden Einsätze der Ranger im Neeracher Ried oder am Flughafen Kloten laufen etwa neu über die Tochtergesellschaft.

Noch sei man an den letzten Arbeiten, um eine separate Website aufzuschalten. « Wir sind davon überzeugt, dass es einen Markt für unser Angebot gibt » , sagt Urs Wegmann. « Bald werden wir sehen, wie und vor allem wo es weitergeht. »

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