Stellen als Ranger in Schweizer Naturschutzgebieten sind spärlich gesät. Wird eine ausgeschrieben, ist das Echo entsprechend gross. Für eine Mitarbeit im neuen Rangerteam am Pfäffikersee, das seit Anfang Januar die Greifensee Ranger abgelöst hat, gingen im Naturzentrum Pfäffikersee denn auch fast 80 Bewerbungen ein.
«Allerdings haben viele der Interessierten ein verklärtes Bild von der Ranger-Arbeit und sehen nur die schönen Seiten des Berufs», sagt Teamleiterin Alice Wassmer. Es gehe eben nicht einfach darum, die Natur zu beobachten. «Man muss auch hinstehen und vermitteln können, um die Regeln im Naturschutzgebiet durchzusetzen.»
Zwar gibt es den berufsbegleitenden Lehrgang zum Ranger am Bildungszentrum in Lyss, doch die wenigsten der Bewerber hätten diesen absolviert. «Das war auch keine Voraussetzung», so Wassmer. «Die Ausbildung kann zwar ein Mehrwert sein aber die intensive Einarbeitung vor Ort ist der wichtigere Aspekt.»
Glück für Aurelia Möri und Marco Lupi, die sich auch ohne Diplom und ohne grosse Vorkenntnisse des Pfäffikersees gegen die Mitbewerber durchgesetzt haben. Für beide ist es die erste Anstellung als Ranger.

