Auch wenn die Auswahl nicht gross ist: Es gibt sie noch, die günstigen Wohnungen in Dübendorf – das zeigt die Suchabfrage auf gängigen Immobilienportalen im Internet. Bezeichnend ist jedoch, dass die Objekte mit dem niedrigsten Zins nur befristet vermietet werden, denn sie befinden sich in einer 60-jährigen Siedlung an der Kirchbachstrasse, die Ende Jahr einer neuen Wohnüberbauung weichen muss.
Vergleichbare Bauvorhaben gibt es in mehreren Dübendorfer Quartieren – Tendenz steigend. Denn mit der Totalrevision der Richt- und Nutzungsplanung soll namentlich entlang der Hauptverkehrsachsen und in Teilen des Zentrums eine deutliche Verdichtung möglich sein. Der Stadtrat hat kürzlich einen entsprechenden Entwurf vorgelegt.
Die Änderungen werden in den bezeichneten Gebieten gemäss den verantwortlichen Planern zum «Ersatz bestehender Baustrukturen und Transformation der heutigen Siedlungs- und Nutzungsstruktur» führen. Sprich: Viel günstiger Wohnraum geht verloren.
Boden der Spekulation entziehen
Die SP tritt dem Verlust von bezahlbarem Wohn- und Gewerberaum mit ihrer im November lancierten Initiative «Dübendorf für alle» entgegen. Diese will den Stadtrat verpflichten, durch den Kauf von Liegenschaften «aktive Bodenpolitik» zu betreiben und damit die Grundstücke «dauerhaft der Spekulation zu entziehen».

