Statt Absperrgitter säumen das Zeughausareal am Sonntag einige kleine Plakatständer: «Abgesagt» steht auf einem roten Balken, der über die Einladung zum Neujahrsempfang der Stadt Uster gelegt worden ist. Und so sind auf dem Gelände am Sonntagmorgen statt emsiger Vorbereitungen für den nachmittäglichen Anlass nur eine Familie am Rollschuhlaufen zu sehen.
Der Silvesterknaller
Uster wollte als eine der wenigen Gemeinden trotz Pandemie am Neujahrsapéro festhalten. Entsprechend war auch vorgesorgt worden: Der Anlass hätte an der frischen Luft stattfinden sollen und Einlass sollte nur erhalten, wer ein Covid-Zertifikat vorweisen könnte. Doch statt schöner Klänge von der Stadtmusik, der Rede der Stadtpräsidentin und diversen Häppchen sowie Getränken zum Anstossen gibt es nun – nichts.
Noch im alten Jahr am 29. Dezember kapitulierte das benachbarte kleine Seegräben vor dem Virus und verschob den auf den 2. Januar angesetzten Neujahrsapéro auf den April. Uster wartete noch zwei Tage länger zu. Doch an Silvester hiess es aufgrund der «neuesten Empfehlungen der Abteilung Sicherheit und des Bundesrates zur Pandemie-Situation» Stopp.

