«In Bauma war trotz Corona vielerorts Aufbruchstimmung zu spüren»
Was war die grösste Herausforderung für Ihre Gemeinde im 2021 und weshalb?
Andreas Sudler: Sehr anspruchsvoll war die Situation wegen der ständig ändernden Corona-Vorschriften, vor allem für die Verantwortlichen des Alters- und Pflegeheims Böndler und des Hallenbades. Zwischenzeitlich haben Mitarbeitende des Halli sogar im Böndler ausgeholfen.
Trotzdem: In Bauma war im 2021 trotz Corona vielerorts Aufbruchstimmung zu spüren. So wurde die Verwaltung mit eineinhalb Mal so vielen Baugesuchen wie in einem normalen Jahr sehr stark gefordert.
Was war das wichtigste Ereignis in Ihrer Gemeinde im 2021?
Der Kauf der letzten grossen Industrieparzelle in der Langmatt von rund 11’000 Quadratmeter ist ein grosser Wurf. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen für die Planung und den Bau eines neuen Werkhofes.
Neben dem Werkbetrieb werden auch die Feuerwehr und der Forstbetrieb hier angesiedelt. Geplant ist auch eine neue Wertstoffsammelstelle. Die Umnutzung des Areals des alten Werkhofes ermöglicht dann die Entwicklung der Gemeinde an bester Lage.
Erste Hürde für neuen Werkhof ist geschafft
15.06.2021

Gemeindeversammlung Bauma
Bauma will die Sammelstelle und später auch den Werkhof an den Dorfrand verlagern. Beitrag in Merkliste speichern Was war Ihr persönlicher Höhepunkt?
Ich engagiere mich stark für den Holzwärmeverbund Bauma. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr gross, mit fast 800’000 Franken Aktienkapital wurde das Ziel weit übertroffen.
«Ich freue mich über die mit der Gemeinde Fischenthal vereinbarte enge Zusammenarbeit im Sozialbereich.»
Mehrere grosse Wärmebezüger werden dazu beitragen, dass die Anlage von Anfang an gut ausgelastet sein wird. Die kürzlich erfolgte Abstimmung über das Energiegesetz hat die Eigendynamik noch verstärkt und dem Wärmeverbund zusätzlichen Schub verliehen.
Ich freue mich auch über die mit der Gemeinde Fischenthal vereinbarte enge Zusammenarbeit im Sozialbereich. Ich bin überzeugt, dass der Ausbau der gutnachbarlichen Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg für die Gemeinden des Tösstals ein Zukunftsmodell zur Bewältigung der immer komplexeren Herausforderungen darstellt.
«Mein Wunsch, nämlich ein ganz normales Jahr 2022, bleibt wohl ein Wunschtraum.»
Welche Herausforderungen kommen auf Ihre Gemeinde im 2022 zu?
Am 20. Februar 2022 wird das Hallenbad schliessen und anschliessend stillgelegt, bevor im Mai die Sanierungsarbeiten beginnen. Mit einem Investitionsvolumen von fast 11 Millionen Franken ist das ein Grossprojekt für die Gemeinde Bauma.
Ebenfalls geplant ist der Bau der Heizzentrale des Wärmeverbunds. Zur Erschliessung der Überbauung auf dem Grundstück «Grosswis» wurde bereits eine erste Fernwärmeleitung erstellt.
Was ist Ihr Wunsch für 2022?
Mein Wunsch, nämlich ein ganz normales Jahr 2022, bleibt wohl ein Wunschtraum. Ich wünsche mir aber auch Respekt, Toleranz, Miteinander statt Gegeneinander.
Ich wünsche mir, dass wir füreinander mehr Verständnis haben und unterschiedliche Meinungen akzeptieren, dass wir zuhören können, um dann vielleicht gemeinsam einer Meinung zu sein, dass wir nicht gleicher Meinung sind. Allen Baumerinnen und Baumern wünsche ich für 2022 Glück und bestmögliche Gesundheit.

