Diese Ereignisse bewegten im Tösstal
Ein neuer Kreisel beschäftigt das ganze Tal
Im Januar blitzt Wila mit ihrem Rekurs gegen die Verkehrsführung während des geplanten Kreiselbaus auf der Tösstalstrasse bei der reformierten Kirche Turbenthal teilweise ab. Die Diskussion um den Bau, die schon im Vorjahr die Gemeinden rundum bewegt hat, hält das ganze Jahr über an. Im März dann wird dem Rekurs Wilas die aufschiebende Wirkung wieder zugesprochen, worauf der Kreiselbau gleich auf 2022 verschoben wird. Ende Jahr schliesslich verzichtet Wila auf einen weiteren Rekurs, obwohl das kantonale Tiefbauamt die Strecke immer noch für zwei Monate sperren und den Verkehr umleiten will. Das sind immerhin vier Monate weniger, als ursprünglich vorgesehen. (Foto: Rolf Hug)
Wetterkapriolen legen das Tösstal lahm
Am 14. Januar verschwindet das ganze Tösstal unter einer dichten Schneedecke. Züge fallen aus, Strassen werden gesperrt und die Post kommt nicht. Und mit dem danach einsetzenden Tauwetter und dem Regen sind die Feuerwehren gefordert. Das gilt auch am 7. Juni, als ein heftiges Gewitter am Nachmittag für Erdrutsche und Überflutungen sorgt. Insbesondere im Tösstal kommt es zu grösseren Schäden. Die Feuerwehr Turbenthal-Wila-Wildberg muss vor allem im Steinenbachtal helfen. Ein Ponyhof in Hinterauli auf dem Gemeindegebiet von Wila wird stark in Mitleidenschaft gezogen. (Foto: Rolf Hug)
Die Spitex rechnet falsch
Am 17. Februar wird bekannt, dass die Spitex Mittleres Tösstal über Jahre hinweg falsch rapportiert hat. Dadurch ist den Krankenkassen und Klienten zu viel verrechnet worden. Insgesamt entstand ein Schaden von knapp 630’000 Franken, den der Zweckverband nun wieder begleichen will. Am 23. Juni liegt der Schlussbericht zu diesem Fall vor. Darin wird aufgezeigt, dass die Geschäftsführung über die falsche Rapportierung Bescheid wusste. Ende November zeigt sich, dass die Gemeinden Turbenthal, Wila und Wildberg ihren Anteil an der Gewinnausschüttung von 100’000 Franken an den Zweckverband zurückbezahlt haben. Dieser wiederum hat den Versicherungen rund 280’000 Franken zurückbezahlt, den Privaten etwa 15’000 Franken. Nur mit drei Versicherungen ist noch nicht alles abgewickelt. (Foto: Milena Gähwiler)
Baumer Hallenbad erhält eine Auffrischung
Am 7. März sprechen sich die Baumer Stimmbürger sehr deutlich für die Sanierung des Hallenbades aus. Das Vorhaben wird knapp elf Millionen Franken kosten. Im Frühling 2022 soll mit der Sanierung begonnen werden und diese bis im Herbst 2023 abgeschlossen sein. Auf jenen Termin hin dürften die Eintrittspreise angehoben werden. (Visualisierung: PD)
Streit um Grenzbereinigung zieht sich hin
Die Stimmberechtigten von Wila lehnen am 7. März eine Grenzbereinigung mit der benachbarten Primarschulgemeinde Turbenthal ab. Nun ist unklar, wie es weitergeht, sollten die Grenzen doch laut Gemeindegesetz bereinigt werden. Eine Option ist für die Schulpflege ein Anschlussvertrag. Im April hofft die Primarschulpflege Wila auf eine Fusion mit Turbenthal. Die Gemeindeversammlung vom 30. Juni soll Klarheit bringen. An dieser gibt es zwei Anträge, jener für eine Einheitsgemeinde Wila – gegen den Widerstand der Schulgemeinden – – und jener für die Prüfung einer Einheitsgemeinde Wila-Turbenthal. Am 28. November dann versenken die Wilemer die neue Gemeindeordnung der Primarschule mit 67 Prozent Nein-Stimmen. Damit wird auch die Grenzbereinigung mit der Primarschule Turbenthal beerdigt. Nun warten die Schulpflegen auf die Anweisungen von Seiten des Kantons. (Foto: Rolf Hug)
Wildberg erhält einen neuen Sportplatz
Am 7. März befürworten die Wildberger die Sanierung des Sportplatzes beim Schulhaus deutlich. Er wird für rund 800’000 Franken noch im Laufe des Sommers auf Vordermann gebracht und Ende September offiziell eingeweiht. (Foto: Marcel Vollenweider)
Krach in der Katholischen Kirche Zell
An der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Zell vom 4. Juni kommt es zum Eklat: Die Jahresrechnung wird abgelehnt, worauf zwei Kirchenpflegemitglieder ihren Rücktritt einreichen. Im Konflikt mit der Rechnungsprüfungskommission werfen auch die restlichen noch verbliebenen Mitglieder der Kirchenpflege das Handtuch. In die Bresche springen schliesslich zwei ehemalige RPK-Mitglieder. Am 3. Oktober wird die neue Kirchenpflege gewählt, an deren Spitze ein vormaliger RPK-Vertreter tritt. (Foto: Bettina Schnider)
Schlatter Pfarrer geht in den Ruhestand
Am 4. Juli hält Kurt Gautschi als Pfarrer der Reformierten Kirche Eulachtal seine letzte Predigt. Ihm zu Ehren wird neben der Kirche in Schlatt eine grosse Abschiedfeier veranstaltet. Bald darauf verabschiedet sich der begnadete Geschichtenerzähler aber wieder von seinem Ruhestand und tritt ein Teilzeitpensum in Weiach an. (Foto: Marcel Vollenweider)
Der beste Ballonfahrer hebt in Turbenthal ab
Der 8. August ist ein besonderer Tag für den Turbenthaler Roman Hugi: Er wird zum Schweizermeister im Ballonfahren gekürt. Er hat sich dabei gegen die Weltnummer eins der Heissluftballonfahrer durchgesetzt. Nur einen Monat später doppelt Hugi nach und holt sich den Europameistertitel. Als Samichlaus stattet Hugi dann am 6. Dezember der Schule einen Besuch ab. (Foto: Carolin Zbinden)
Viele Impfskeptiker sind im Tösstal daheim
Im Weiler Schmidrüti bei Turbenthal wohnen kantonsweit am meisten Impfskeptiker: Mitte August sind nur gerade 30,2 Prozent gegen Corona geschützt. Das Tösstal gehört zu den Gebieten, in denen die Impfrate generell sehr tief ist. Das ändert sich auch im Laufe der zweiten Jahreshälfte nicht. Selbst die Impfbusse, die auch in Turbenthal Halt machen, ändern das nicht. (Foto: Willy Roth)
Fahrzeugmuseum baut in Saland aus
Ende August wird bekannt, dass das ehemalige Zeughaus in Saland zum Ausstellungsraum für alte Autos, Töffs, Panzer und Kanonen werden soll. Das Fahrzeugmuseum Bäretswil der Familie Junot plant, einen zweiten Standort zu eröffnen. Während in Bäretswil oben jährlich rund 10’000 Interessierte vorbeischauen, rechnet die Familie Junot in Bauma unten mit dem Doppelten. Im Januar 2022 soll mit den Umbauarbeiten begonnen werden. (Foto: Marianna Günthardt)
Bankomat fliegt in die Luft
In der Nacht auf den 28. September knallt es beim Bahnhof Rikon: Unbekannte sprengen den Bankomaten. Sie erbeuten über 100’000 Franken. Bei der Aktion entsteht grosser Sachschaden. Sprengmeister Thomas Schwarz aus Wila vermutet, dass dabei Gas zum Einsatz gekommen ist. (Foto: Rolf Hug)
Landwirte wehren sich gegen Töss-Revitalisierungsprojekt
Mit einer Petition wehren sich Mitte November in Wila 126 Personen gegen das Töss-Revitalisierungsprojekt des Kantons. Die Landbesitzer, Bauern und Anwohner befürchten Einschränkungen. Dem Kanton schwebt eine Auenlandschaft vor. In einer Maximal-Variante würde mehr als die Hälfte der heutigen landwirtschaftlichen Nutzfläche verloren gehen. Der Kanton will nun eine Best-Variante ausarbeiten. Am 23. November reagiert der Gemeinderat auf die Petition. So will er die Anspruchsgruppen konsultieren, bevor er beim Kanton zu den Revitalisierungsplänen Stellung bezieht. (Foto: Rafael Lutz)
