Dass die meisten von uns diese Weihnacht ruhig angehen wollen, scheint aufgrund äusserer Umstände vernünftig und gesundheitlich erwünscht.
Doch ist es nicht die Weihnacht, die in dunkler und unübersichtlicher Zeit auf Wesentliches hinweisen möchte? Gewiss, die Sehnsucht nach einem neuen König mit Macht, der die fremden Herren aus dem Land wirft, wurde schon damals nicht erfüllt.
Dass der Stern von Bethlehem aber in der «Zeller Weihnacht» und im Lukasevangelium so wichtig ist, möchte auf eine weltweit wichtige Zeitenwende hinweisen: In einer Kultur, in der Sklaverei selbstverständlich und jeder Mensch von Misstrauen gegenüber dem Nächsten vergiftet war, galt der Wahlspruch «Homo homini lupus» (Der Mensch ist für den Menschen ein Wolf).
An Weihnachten wird jedoch der geboren, der die Nächsten- und Feindesliebe predigen wird. Und diese Botschaft sollte fortan die Wiedervergeltungsideologie überwinden.
«Vielleicht macht es an dieser stilleren Weihnacht Sinn, auf das Kind in mir zu hören.»

