Die Verkehrsalternativen Wetzikons - ein Glossar
Neben der Westtangente, deren Realisierung trotz des Efforts des Stadtrats unrealistisch ist, werden in der Wetziker Verkehrspolitik immer wieder zwei Alternativen zur Entlastung des Zentrums portiert: die Osttangente und die sogenannte Spange. Beide Strassenprojekte sind nicht im kantonalen Richtplan festgehalten und werden vom Stadtrat abgelehnt.
Osttangente
Die Osttangente ist eine einst andiskutierte Umfahrungsstrasse, die den Durchgangsverkehr von der Hinwilerstrasse über die Spitalstrasse an den Schöneich-Kreisel in Unterwetzikon führen würde. Zu deren Realisierung bräuchte es noch einen Strassenbau durch das Meierwiesen-Quartier.
Spange
Die Spange würde dagegen die Bahnhofstrasse ab dem Kreisel Pappelnstrasse mit dem Kreisel auf der Weststrasse (über Elisabethenstrasse) verbinden und damit das untere Zentrum entlasten. Sie müsste unter der Bahnlinie hindurch geführt und würde dementsprechend kosten- und bauintensiv werden.
Variante 0+
Keine eigentlich Alternative, aber immerhin etwas Abhilfe schaffen die Massnahmen der sogenannten Variante 0+. Diese waren ursprünglich ergänzend zur Westtangente angedacht, um den Verkehr innerhalb Wetzikons allgemein verträglich zum Fliessen zu bringen. Sie dürften nun zur Anwendung kommen.
Diese sehen unter anderem acht neue Lichtsignalanlagen entlang der Einfallsachsen vor. Es soll sich dabei um ein intelligentes Ampelsystem handeln, bei dem die einzelnen Anlagen miteinander kommunizieren und die Rotlicht-Intervalle selbst aufeinander abstimmen. Damit könnte eine Überlastung des innerstädtischen Verkehrsnetzes verhindert und der Stau vor die Stadttore verlagert werden. Erste Testbetriebe ausserhalb des Gemeindegebiets sind bereits positiv aufgefallen.
Weiter sollen mehrere Hauptachsen verkehrsberuhigt werden. So sind eine Erweiterung der Tempo-30-Zone um die Seegräbnerstrasse und der Tempo-30-Zone bei der Usterstrasse angedacht. Im Zentrumsbereich bei der Bahnhofstrasse Oberwetzikon könnte eine Tempo-30-Zone mit Mehrzweckstreifen realisiert werden. Es gäbe hier ausserdem die Möglichkeit des «flächigen Querens». Die geplanten Beruhigungsmassnahmen an der Spitalstrasse müssten indessen nochmals überdacht werden. Angesichts der wegfallenden Westtangente, kommt ihr nun eine grössere Bedeutung als Entlastungsachse zur Bahnhofstrasse zu.
