Es hat den ganzen Tag geschneit, als wir Irene Richner-Schellenberg treffen. Der Dorfkern von Zell liegt verzaubert unter einer Schneedecke hinter uns, als wir zu Fuss die Langenhardstrasse hinauf zum Wohnhaus von Paul Burkhard gehen.
Hier ist Irene Richner-Schellenberg 1973 zur Welt gekommen und aufgewachsen – auch in ihrer Jugend lag oft Schnee auf dem Weg ins Dorf und in die Schule. Sommer und Winter sei sie mit dem Fahrrad da hinuntergefahren und im Winter das eine oder andere Mal auf dem Bauch gelandet, erzählt sie lachend.
Als Erbin eingesetzt
Die 48-Jährige lebt heute in Küttigen im Kanton Aargau. Mit dem Tösstal und vor allem mit Paul Burkhard (1911-1977) blieb sie aber eng verbunden. Ihre Mutter, Ursula Schellenberg, war die persönliche Mitarbeiterin des berühmten Zürcher Komponisten und hat ihn bis zum Tod betreut.
Schon in seinen letzten Jahren hatte Paul Burkhard sie und ihre damalige Familie gebeten, bei ihm im grossen Haus oberhalb von Zell zu wohnen. Und er hat sie als seine Erbin eingesetzt und ihr das Haus vermacht.

