Die Geschichte wiederholt sich nicht. Das haben die Weisslinger Stimmberechtigten am Montagabend bewiesen. Vor einem Jahr noch schickten sie ein Budget zurück an den Absender, in dem eine Steuerfusserhöhung um fünf Prozentpunkte vorgesehen war. An der jetzigen Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle Widum segneten sie nun eine Erhöhung gleich um zehn Prozentpunkte auf neu 116 Prozent gut.
Gemeindepräsident und Finanzvorstand Andrea Conzett (Wisliger Forum) zeigte eingangs die Zusammenhänge zum Budget auf. Dabei wies er auf die Bedeutung des Ressourcenausgleichs für die Gemeinde hin. Eine Erhöhung des Steuerfuss um einen Prozentpunkt bewirkt nicht nur höhere Steuereinnahmen von rund 90'000 Franken, sondern führt auch zu einem erhöhten Finanzausgleichbetrag von weiteren 25'000 Franken.
« Kaum Spielraum »
Der Kanton Zürich sei jener, der schweizweit am meisten Kosten auf die Gemeinden überwälze. «Daher kann er auch die Steuern senken», meinte der Finanzvorstand. Der Gemeinde dagegen bleibe ob all der gesetzlich bedingten Ausgaben kaum mehr Spielraum.
«Dann wird der Kanton einschreiten und das Sagen übernehmen».
Andrea Conzett, Gemeindepräsident

