Kein Schelm, wer denkt, dass sich Illnau-Effretikons Finanzvorsteher Philipp Wespi (FDP) auf die letzte Parlamentssitzung des Jahres gefreut hatte. Nachdem das Parlament seinen Finanzhaushalt bereits im Vorjahr unbestritten abgesegnet hatte, durfte er auch in diese Budgetdebatte mit breiter Brust steigen.
Er selbst hatte seinen Entwurf bei der Präsentation im Oktober als «solid» bezeichnet. Dass die RPK mit Ausnahme einiger Anpassungen aus übergeordneten Beschlüssen kein Potenzial für Anträge sah, dürfte ihn in seiner Wortwahl bestärkt haben.
Die Zahlen
Vor allem aber sprechen die Zahlen für sich: 119 Millionen Franken Ertrag, 117,65 Millionen Franken Aufwand und ein Ertragsüberschuss von 1,35 Millionen Franken, die Beibehaltung des Steuerfusses – diese Eckwerte bieten nicht nur in Pandemiezeiten wenig Angriffsfläche.
Eigentlich hätte Wespi zwar lieber eine schwarze Null geschrieben und den Gewinn in die finanzpolitische Reserve gelegt. Zum Ende dieses Abends sollte der Rat diesen Gewinn allerdings mit 19 zu 15 Stimmen dem Eigenkapital gutzuschreiben – ein Luxusproblem. «Es geht uns gut», sagte der Finanzvorsteher zu Beginn seiner Erläuterungen denn auch bestimmt.

