Gemeindepräsident Carlo Wiedmer (SVP) konnte gestern Abend 52 Stimmberechtigte zur Budget-Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Grüningen begrüssen. Der Voranschlag 2022 weist einen Aufwand von 12,24 Millionen Franken und einen Ertrag von 12,15 Millionen Franken aus. Der Aufwandüberschuss beläuft sich damit auf 82 000 Franken. Finanzvorstand Rubino Marconi (FDP) schickte voraus, dass mit Blick auf die Einheitsgemeinde, die auf anfangs 2022 eingeführt werde, beide Behörden je noch ein separates Budget vorlegen würden. Diese beiden Voranschläge würden dann im 2022 konsolidiert zusammengeführt.
Im Budget werde weniger Aufwand, aber auch weniger Ertrag ausgewiesen. Zum einen darum, weil die Ausgliederung des Gemeinde-Elektrizitätswerkes in eine Aktiengesellschaft per anfangs 2022 vollzogen werde. Marconi begründete weitere relevante Abweichungen bei einzelnen Budgetposten. So rechne die Politische Gemeinde für das kommende Jahr mit höheren Grundstückgewinnsteuern. Die Neuorganisation der Liegenschaftenverwaltung im Zuge der Einführung der Einheitsgemeinde sowie die anstehenden Behörden-Erneuerungswahlen würden Mehrkosten nach sich ziehen.
Mehrzweckhalle Aussergass
Der Präsident der Rechnungsprüfungskommission, Matthias Huber (FDP), führte aus, dass die RPK mit Einführung der Einheitsgemeinde gerne in eine Geschäftsprüfungskommission übergegangen wäre, doch sei da Widerstand gewachsen. Immerhin erhalte die RPK das Budget künftig früher, bereits im September. So könnten allenfalls zeitig noch gewisse Korrekturen angebracht werden. Das Budget wurde einstimmig genehmigt. Der Souverän sprach sich ebenso einstimmig dafür aus, den Steuerfuss der Politischen Gemeinde auf 46 Prozent zu belassen. Minderkosten in Höhe von rund 155 885 Franken werden bei der Bauabrechnung des Neubaus der Mehrzweckhalle Aussergass ausgewiesen.
Insgesamt kostete der Bau 16,9 Millionen Franken. Die Minderkosten könnten vorwiegend mit den nicht beanspruchten Reserven für Unvorhergesehenes begründet werden, wie Referent Carlo Wiedmer ausführte. Ein Zuschuss in Höhe von rund 22 400 Franken konnte dank des Subventionsbetrages an die Photovoltaikanlage mit einem positiven Effekt in die Bauabrechnung einfliessen. Der Souverän sagte auch zu diesem Geschäft einstimmig ja.

