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Als die Vampire nach Dübendorf kamen

Pfeifende «Vämpi»-Düsenjäger, das Vermächtnis einer Künstlerkolonie und eine Zukunftsbetrachtung aus der Vergangenheit: In der Jubiläumsausgabe des Dübendorfer Heimatbuchs ist die Themenvielfalt gross.

Das Heimatbuch erschien seit 1947 ohne Unterbruch – das hier ist die 75. Ausgabe.

Thomas Bacher

Als die Vampire nach Dübendorf kamen

Jahrzehntelang gehörte das charakteristische Pfeifen der Vampire-Düsenjäger zum Alltag der Anwohner des Dübendorfer Militärflugplatzes. Nun, gut drei Jahrzehnte nach seiner Ausmusterung, erhält der «Vämpi» in der 75. Ausgabe des Heimatbuchs eine mit Anekdoten gespickte Würdigung.

Die ersten Erprobungsflüge des zu jener Zeit modernsten Kampfflugzeugs wurden 1946 in Dübendorf durchgeführt – und sorgten in der an Propellerflugzeuge gewöhnten Bevölkerung anfänglich nicht gerade für Begeisterung.

Und auch bei den Piloten gingen die Meinungen auseinander, wie Autor Hansjörg Egger schreibt. Die einen lobten den eleganten und majestätischen Flugstil, andere haderten mit der kräftezehrenden Steuerung oder der schlechten Cockpitausleuchtung.

22 Piloten gestorben

Tatsächlich war der Ruf der Vampires nicht der allerbeste; relativ häufig kam es zu Triebwerksausfällen und Notlandungen. Auch über die eine oder andere «Überraschung» kann man im Heimatbuch lesen. So soll es zum Beispiel dem damaligen Chefpiloten Ernst Wyss auf einer Flughöhe von 12’000 Metern das Dach abgerissen haben.

Dieser Zwischenfall hatte keine gravierende Folgen. Doch allzu oft war der Ausgang weniger glimpflich: Insgesamt 25 tödliche Abstürze ereigneten sich schweizweit in den gut 60 Betriebsjahren, 22 Piloten verloren dabei ihr Leben.

Die weiteren Geschichten

In einem weiteren, reich bebilderten Beitrag werden verschiedene Aspekte von Dübendorf in der Zukunftsbetrachtung von damals beleuchtet – angelehnt an das Zitat «Die Zukunft war früher auch besser» von Karl Valentin.

Ebenfalls zu lesen sind Berichte über die Bienen und Imker in der Stadt, auch den Dübendorfer Störchen sind einige Seiten gewidmet. Es gibt einen Text über die Künstlerkolonie, die in den 1950er bis 70er Jahren in Gockhausen tätig war – inklusive eines Blicks auf deren architektonisches Vermächtnis.

Der virtuelle Stammtisch

Auch Dübendorfer Schüler kommen zu Wort: Die Klasse 4a im Schulhaus Birchlen verfasste zu verschiedenen Themen kurze Texte, Gedichte und steuerte mehrere Zeichnungen bei.

Und dann ist da noch die Facebook-Gruppe «Du bisch vo Dübendorf wenn…», ein beliebter virtueller Stammtisch, der anlässlich seines zehnjährigen Bestehens in einem Artikel unter die Lupe genommen wird. Den Abschluss bildet wie immer ein ausgiebiger Chronik-Teil.

Quelle: Heimatbuch Dübendorf 2021, Auflage 2600 Exemplare, 212 Seiten.
Bestellt werden kann das Heimatbuch bei Trudi Trachsler, Alte Gfennstrasse 34, 8600 Dübendorf oder unter trachsler@glattnet.ch . Den Buchpreis legen die Käufer selbst fest.

Die Buchvernissage findet am Mittwoch, 15. Dezember, um 19.30 Uhr im Kino Orion statt.

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