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Wann kommt der Entscheid, wo die Oberlandautobahn verlaufen soll?

Eigentlich hätte jetzt klar werden sollen, wo die Oberlandautobahn verlaufen soll. Doch nun ist nochmals etwas Geduld gefragt.

Es bleibt weiterhin offen, ob die Oberlandautobahn hier bei Ottikon in die heutige Forchautostrasse einmünden wird.

Foto: Christian Brändli

Wann kommt der Entscheid, wo die Oberlandautobahn verlaufen soll?

Nach dem Paukenschlag Ende 2019, als der Kanton eine ganz neue Variante für die Schliessung der Lücke in der Oberlandautobahn ins Spiel brachte, ist es wieder still geworden um das Grossvorhaben. Mitte 2020 stellte Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamtes für Strassen (Astra), in Aussicht, dass bis Ende dieses Jahres der Variantenentscheid vorliegen solle.

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Der Kanton Zürich übergibt das Projekt für die Lückenschliessung bei der Oberlandautobahn nun an Beitrag in Merkliste speichern Der Bund, der seit bald zwei Jahren anstelle des Kantons Zürich für die Hauptverbindung durchs Zürcher Oberland zuständig ist, hat die beiden vom Kanton ausgearbeiteten Varianten weiterverfolgt. Beide würden auf gleichem Niveau vorangetrieben, versprach Röthlisberger damals. Zur Auswahl stehen die Richtplanversion mit einem kurz unterbrochenen Tunnel zwischen Wetzikon und dem Anschluss Ottikon und die neue «Tunnel tief»-Variante mit einer unterirdischen, im Fels verlaufenden Verbindung von Wetzikon ins Betzholz.

Gute Chancen für tiefen Tunnel

Der Astra-Direktor räumte dem tiefen Tunnel gute Chancen ein. «Diese Variante hat Potenzial, weil sie tiefer, im Fels unten, liegt und damit der Moorschutz besser beachtet werden kann», betonte er an einer Informationsveranstaltung. Ausserdem seien weniger negative Begleiterscheinungen für die Bevölkerung während des Baus zu erwarten. Als grosses Plus rechnet ihr Röthlisberger zudem an, dass es mit dem tiefen Tunnel im Gegensatz zur Richtplanvariante keine «sehr schwierig zu realisierende» Verzweigung Ottikon gebe.

Als Knackpunkt dürften sich die um einen Viertel höheren Kosten für den tiefen Tunnel herausstellen. Für das Richtplanprojekt rechnet das Bundesamt mit 1,663 Milliarden Franken. Für den «Tunnel tief» sind es 2,075 Milliarden, also rund 25 Prozent mehr. Vor zwei Jahren bestanden zudem noch Lücken bei den Sondierbohrungen entlang der Tiefentunnelachse. Und schliesslich gab es damals noch keine Vorstellungen darüber, wie die Portale aussehen sollten. Der Astra-Direktor zeigte sich aber optimistisch, dass sich die Kosten noch reduzieren liessen.

«Voraussichtlich» im Januar

Ob das wirklich der Fall ist und vor allem, welcher der beiden Varianten der Bundesrat nun den Vorzug gibt, wird die Öffentlichkeit nicht mehr in diesem Jahr erfahren. «Der Bundesrat wird die Botschaft zum Strategischen Entwicklungsprogramm der Strasseninfrastrukturen – dem Step – voraussichtlich im Januar 2022 verabschieden», hält Röthlisberger auf Anfrage fest. In diesem Programm werde sich der Bundesrat auch zum Projekt Lückenschliessung der Oberlandautobahn äussern. Anschliessend an diese Präsentation können sich dann Kantone, Verbände und Parteien zum Step vernehmen lassen.

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Der Betzholzkreisel war als Herz der Oberländer Schnellstrassen vorgesehen. href=”/flag/flag/np8_favorites/3006542?destination=batch&token=PoCi8aZAK36GoE7N9jfgMxhNaYKUeiLJjY_RxxLw6yI” title=”” class=”no-tts use-ajax flag flag-np8_favorites flag-np8_favorites-3006542 action-flag”>Beitrag in Merkliste speichern Seit Jahrzehnten wird auf die Schliessung der gut acht Kilometer langen Lücke zwischen dem Autobahnende in Oberuster und der Fortsetzung beim Betzholzkreisel gewartet. Im Projekt, das seit 2020 beim Bund in Bearbeitung ist, wird die Inbetriebnahme des fehlenden Autobahnstücks «zirka 2038» vorgesehen – und das auch nur, wenn es nicht zu zusätzlichen Problemen komme.

Drei Planungsphasen

Die Planung des Grossprojektes wird in drei Phasen vorangetrieben. Bis 2024 soll das generelle Projekt ausgearbeitet werden, das durch den Bundesrat genehmigt wird. Darauf folgt bis 2029 die gemäss Röthlisberger zeitintensivste Phase für das Ausführungsprojekt. In dieser wird die öffentliche Auflage stattfinden, in deren Anschluss auch die Einsprachen behandelt werden. Bis 2033 soll dann das Detailprojekt ausgearbeitet und die Aufträge vergeben werden. Fünf Jahre werden schliesslich für den Bau des fehlenden Autobahnstücks benötigt.

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