Wetziker Zentrum soll attraktiver werden
Zurzeit ist der Kanton an der Arbeit. Er schaut sich die Situation auf der Kantonsstrasse vor der Migros Wetzikon an.
Tiefbauvorstand Pascal Bassu (SP) rechnet damit, dass man in der ersten Hälfte 2022 Antworten erhält, wie man die Obere Bahnhofstrasse in diesem Abschnitt attraktiver gestalten könnte. «Den Verkehr bringt man natürlich nicht weg», sagt der Stadtrat.
«Wir sind aber froh, ist die Stimmbevölkerung dem Stadtrat und dem Parlament gefolgt und hat die Initiative abgelehnt.»
Diese forderte einen verkehrsarmen Begegnungsort im Zentrum Oberwetzikon. Insbesondere war es den Initianten ein Anliegen, das Oberwetziiker Zentrum möglichst vom Durchgangsverkehr zu befreien.
Das sagt der Stadtrat
Und genau dieses Anliegen hätte man so gar nicht erfüllen können, wie die Stadt in einer Medienmitteilung schreibt. Die weitere Planung in diesem Gebiet soll nun auf der Basis der bisherigen Verkehrsführung erfolgen.
Als zentrales Ziel der Zentrumsaufwertung beispielsweise sollen Fussgängerinnen und Fussgänger künftig die Bahnhofstrasse zwischen dem Migros-Vorplatz und dem Leuenplatz einfacher überqueren können, schreibt die Stadt weiter.
Mit mehr Grün auf der Fläche zwischen der Leue-Überbauung und der für 2026 geplanten neuen Migros und möglicherweise einzelnen Tempo-30-Abschnitten könne man schon viel erreichen. Auch die an der Strasse angrenzenden Flächen sollen für den Fuss- und Veloverkehr sicherer und attraktiver gemacht werden.
Initianten sind enttäuscht
Die Volksinitiative wurde von einem überparteilichen Komitee eingereicht. Das Parlament hatte sie im Mai 2021 zur Ablehnung empfohlen.
Dominik Scheibler (EVP), der Sprecher des Komitees, zeigte sich am Sonntag vom Ergebnis enttäuscht, aber es sei keine grosse Überraschung.
Dennoch habe man sich einen knapperen Ausgang erhofft. «Aber es war in erster Linie unser Ziel, dass in dieser wichtigen Frage die Wetziker Bevölkerung Stellung nehmen konnte, und das hat sie getan.»
Die deutliche Ablehnung müsse man akzeptieren. In den 1990er-Jahren hat es bereits ein Pendant zur aktuellen Initiative gegeben. Auch damals lag die Ablehnung in etwa demselben Rahmen.
