Mehr Geld für Fussgänger und Velofahrer und alle sind zufrieden
Mit 5404 Ja-Stimmen zu 3194 Nein-Stimmen befürwortet die Wetziker Stimmbevölkerung den Gegenvorschlag zur «Fuss- und Veloweginitiative». Diese forderte einen Rahmenkredit von 8 Millionen Franken für ein besseres Fuss- und Velowegnetz und eine Umsetzung der Massnahmen bis 2028.
8 Millionen? Das war dann dem Stadtrat doch zu teuer und er legte eine Alternative vor: 6 Millionen, aber er bestätigte in seinem Gegenvorschlag den Termin. Bis 2028 soll die Situation für die Fussgänger und die Velofahrer deutlich verbessert werden.
Bessere Velowege kommen allen zugute
«Ursprünglich hatten wir uns dafür Zeit gegeben bis 2032», sagte Tiefbauvorsteher Pascal Bassu, aber letzten Endes wolle man dasselbe. Und dass man nun das Ganze etwas beschleunigen müsse sei durchaus praktikabel.
«Wenn Wetzikon attraktiver wird für Fussgänger und Velofahrer kommt das auch dem motorisierten Verkehr zugute», sagte er, weil dann weniger Menschen das Auto brauchen.
«Ein grosser Sieg»
Das sieht auch Martin Wunderli, der Präsident der Grünen, so. Seine Partei hatte die Initiative lanciert. 680 Wetzikerinnen und Wetziker hatten unterschrieben. «Es ist ein grosser Sieg», sagte er erfreut.
Auch der Gegenvorschlag sei ein klarer Auftrag für den heutigen und für den künftigen Stadtrat, die geplanten Massnahmen an die Hand zu nehmen.
«Dem Initiativkomitee ist es gelungen, Volk, Stadtrat und Parlament für eine zukunftsgerichtete und mehrheitsfähige Teillösung des Verkehrsproblems zu gewinnen», schreiben die Grünen in einer Medienmitteilung. Das eindeutige, positive Abstimmungsresultat zeigt, dass Verkehrsanliegen der Grünen klare Mehrheiten in der breiten Bevölkerung finden.
Und Christine Walter, grüne Gemeinderätin schreibt: «Die Arbeit des Initiativkomitees der letzten drei Jahre hat sich gelohnt.»
Deshalb kam es zum Gegenvorschlag
In der Initiative waren für den Stadtrat vor allem zwei Punkte störend: Einerseits seien die gemäss Initiative umzusetzenden Massnahmen nicht klar genug definiert. Andererseits erachtete er die Grundlagen als zu wenig umfassend.
Konkret sei die Massnahmenliste sehr umfangreich und enthalte bereits erledigte oder hinfällig gewordene Projekte. Daneben fokussiere die Initiative zu stark auf die Velofahrer. Mit seinem Gegenvorschlag hat er diese Mängel beseitigt.
