Die Stadt Uster bekommt eine neue Gemeindeordnung. Das haben die Ustermerinnen und Ustermer am Sonntag entschieden. Relativ deutlich sprach sich der Souverän für die Totalrevision der Gemeindeordnung aus. Der Ja-Anteil betrug dabei 73,66 Prozent. Die Stimmbeteiligung war mit 60 Prozent relativ hoch.
Der Entscheid pro Gemeindeordnung kommt nicht überraschend, aber dennoch war er nicht in Stein gemeisselt. Denn die totalrevidierte Gemeindeordnung war zwar bis auf einen Punkt grösstenteils unbestritten. Doch die Frage, wie viele Mitglieder die Primarschulpflege künftig haben soll, sorgte in der Stadt für grosse Diskussionen.
Primarschulpflege war dagegen
Sowohl Stadt- als auch eine Mehrheit des Gemeinderats sprachen sich für eine Verkleinerung von 13 auf 9 Mitglieder aus. Mit diesem Schritt sollen die Abläufe der Schulpflege verschlankt und die Primarschule professionalisiert werden. Dadurch könnten sich Schulpfleger künftig vermehrt auf strategische statt operative Aufgaben konzentrieren. Soweit die Sicht des Stadtrates.
Die Primarschulpflege und eine Minderheit des Parlaments sprachen sich aber gegen die Reduktion aus. Sie votierten für die Beibehaltung der aktuellen 13 Sitze.

