1997 wurde die Dübendorfer Ortsplanung das letzte Mal einer Totalrevision unterzogen. 24 Jahre und diverse Teilrevisionen später legen Stadtrat und Planer nun den totalrevidierten Richtplan und die Bau- und Zonenordnung (BZO) vor. Dabei handelt es sich um verbindliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung Dübendorfs zu einer 35‘000-Einwohner-Stadt mit einem Zeithorizont von rund 15 Jahren.
Doch wo sollen sie leben, diese zusätzlichen 5000 Menschen? «Es sollen keine Naturräume eingezont werden», sagt Hochbauvorstand Dominic Müller (Die Mitte), «alles wird daher über die Verdichtung bestehender Quartiere laufen müssen.» Betroffen ist vornehmlich das Birchlen-Quartier, das «Vogel-Quartier» nordwestlich des Fussballplatzes Zelgli und das Gebiet nördlich und südlich der Grund-/Kriesbachstrasse.
Der Hochhaus-Gürtel
Ausserdem wird die Zentrumszone ausgedehnt, wo fortan höher und dichter gebaut werden kann. Und ein Ergänzungsplan legt Hochhausgebiete samt Maximalhöhe fest. Wie gehabt 114 Meter sind es im Hochbord, in den Gebieten Zwicky und Giessen sowie südlich der Überlandstrasse bis kurz vor der Memphis-Kreuzung. Bis zu 60 Meter hohe Gebäude sind neu östlich der Ringstrasse möglich. Eine Maximalhöhe von 40 Metern gilt südlich des Bahnhofs sowie auf dem Leepüntareal.
«Wir verdichten, wo es Sinn macht», sagt Reto Lorenzi, Leiter der Stadtplanung. Also auf der Verbindungsachse zwischen den Nebenzentren Hochbord und Innovationspark entlang der Hauptverkehrsadern Zürich-/Überlandstrasse und in Teilen des Stadtzentrums. Ausgenommen ist die Kernzone.

