Kurz vor 20 Uhr war die Aula des Schulhauses Letten noch leer, nur zehn Minuten später begrüsste der parteilose Gemeindepräsident Teodoro Megliola 46 Stimmberechtigte, die hinter Masken und teils beschlagenen Brillen im nun gut gefüllten Saal sassen.
Die Teil-Revision der Richt- und Nutzungsplanung war das einzige Traktandum an diesem Abend. Darin ging es unter anderem um mögliche Einzonungen von Weilern und um die Neugestaltung der Bahnhofstrasse.
Die kommunale Richtplanung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1982, sie ist daher nicht mehr aktuell und auch nicht mehr konform. Vorgängig ist vom Gemeinderat geprüft worden, ob einzelne Weiler in verschiedene Zonen eingeteilt werden könnten. Das würde den dortigen Hausbesitzern erlauben, leerstehende Ökonomiegebäude wie beispielsweise Scheunen, in Wohnraum umzuwandeln. Dieses Vorgehen wurde von der Baudirektion des Kantons Zürich jedoch abgelehnt. Deshalb verzichtet der Bäretswiler Gemeinderat auf eine entsprechende Einzonung der beiden Weiler Bettswil und Hinterburg.
Viele Einfamilienhäuser
Der Kanton Zürich erwartet von 2020 bis 2050 ein Bevölkerungs-Wachstum von 29 Prozent. Auch die Gemeinde Bäretswil wird wachsen. Die Gemeinde rechnet bis ins Jahr 2040 mit einem theoretischen Zuwachs von rund 1000 Personen.

