Raschen Schrittes geht es der Reihe mit den Einkaufswägeli entgegen. In der einen Hand die Münze, in der anderen die Einkaufstaschen. Welches Wägli ich dann nehme, ist klar: Dasjenige in der längsten Reihe. Das ist am bequemsten. Und wenn nach dem Einkaufen dann die vollen Einkaufstaschen auf dem Veloanhänger verstaut sind, geht es zurück mit dem Einkaufswägeli. In welche Reihe soll ich es nun zurückstellen?
Kann so etwas Banales Anlass für eine Frage sein? Oder liegt es einfach daran, dass ich mich bei einer Auswahl einfach nicht sofort entscheiden kann? Ehrlich gesagt, lange Zeit hatte ich mir keine Gedanken dazu gemacht, wo das Einkaufswägeli zu parkieren.
Erst, als einmal eine Reihe ellenlang hinausragte und die andere leer war und ich versuchte, mein Wägeli in die leere Reihe hineinzuschieben, begann es in meinem Hinterkopf zu arbeiten. Es war so der kleine Schubser, den ich manchmal brauche, damit ich mich mit etwas beschäftige, das mir so selbstverständlich, mir unbedeutend erscheint.
«Lasse ich mich so stark vom ständigen Nachrichtenfluss ablenken?»
Das war der erste Punkt, der mich beschäftigte. Gehe ich so mit geschlossenen Augen durch mein Leben, dass mir die kleinen Dinge nicht mehr auffallen? Ich erinnere mich daran, als einmal in unserer Strasse eine grosse Tanne gefällt wurde. Es war mir erst Tage später aufgefallen, dass die Tanne nicht mehr da war, als ich in der Wiese die Baumscheibe sah.

