Der Wilemer Gemeinderat will den kommunalen Verkehrsrichtplan anpassen. Er hat eine Fachgruppe eingesetzt, welche sich eingehend mit dem Thema befasst und eine Revision ausgearbeitet hat. Die Unterlagen dazu liegen seit Mitte November öffentlich auf und können von allen Einwohnerinnen und Einwohnern eingesehen werden.
Die Revision wird zudem am Mittwochabend im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Gemeinderat Sandro Turcati (SP) ist Mitglied der Fachgruppe und hat im Vorfeld bereits erste Einblicke ins Vorhaben gegeben.
Herr Turcati, warum ist eine Revision des kommunalen Verkehrsrichtplans überhaupt notwendig?
Sandro Turcati: Im Kanton Zürich müssen alle Gemeinden einen Verkehrsplan festsetzen. Gemäss Raumplanungsgesetz sind die Richtpläne in der Regel alle zehn Jahre gesamthaft zu überprüfen und nötigenfalls anzupassen. Der heutige Verkehrsplan der Gemeinde Wila ist aus dem Jahr 1995 und somit bereits 26 Jahre alt. Mehrere Inhalte davon sind durch die Entwicklung überholt worden und in der Zwischenzeit haben der Kanton und die Region Zürcher Oberland ihre Richtpläne mehrmals revidiert. Der neue kommunale Verkehrsplan muss also aktualisiert werden.
Dies bietet der Wilemer Bevölkerung die Chance, das Verkehrsnetz für den motorisierten Verkehr, aber auch für den Fuss- und den Veloverkehr zu überprüfen und den heutigen Bedürfnissen entsprechend zu aktualisieren. Die Vorarbeit dazu hat eine breit abgestützte Begleitgruppe geleistet, die die Vorschläge der Planer diskutiert, teilweise sogar initiiert und dann gefertigt hat. Der publizierte Entwurf entspricht weitgehend dem Ergebnis dieser Arbeit und der darauffolgenden Konsultation unter den lokalen Organisationen und Parteien. Jetzt kann sich die ganze Bevölkerung dazu äussern.
Wo gibt es für Wila die grössten Veränderungen? Und warum?
Im Wesentlichen bildet der neue Verkehrsplan die Entwicklung der Gemeinde und die veränderten Bedürfnisse ab. Als wichtigste Änderung sind die Vorschläge zu erwähnen, die die Wilemer Arbeitsgruppe Fuss- und Wanderwege eingebracht hat, wovon viele in den Verkehrsplan eingeflossen sind. Dadurch wird das Fuss- und Wanderwegnetz engmaschiger, direkter und attraktiver.

