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Illnau-Effretikon treibt nächstes Kindergarten-Projekt voran

Das Parlament von Illnau-Effretikon hat an seiner Sitzung vom Donnerstagabend grünes Licht für die Projektierung zur Erweiterung und Sanierung des Doppelkindergartens Chellarcher in Illnau gegeben.

Pixabay

Illnau-Effretikon treibt nächstes Kindergarten-Projekt voran

Es steht ausser Frage: Die Stadt Illnau-Effretikon muss für seine jüngsten Bewohnerinnen und Bewohnern mehr Platz schaffen. Erst im Sommer hatte die Stimmbevölkerung an der Urne dem Neubau des Kindergartens Rosswinkel zugestimmt. Ab kommendem April soll an der Stelle des bisherigen Dreifachkindergartens nun ein neuer Vierfachkindergarten errichtet werden.

Gleichzeitig beschäftigt sich der Stadtrat schon mit dem nächsten Kindergartenprojekt. Die im Vorjahr aktualisierte Schulraumplanung hat aufgezeigt, dass der Ortsteil Illnau auch künftig fünf Kindergarteneinheiten braucht und deshalb der in die Jahre gekommene Doppelkindergarten Chelleracher erweitert und saniert werden muss. Dafür hat er beim Grossen Gemeinderat die Genehmigung eines Projektierungskredit von 320‘000 Franken beantragt.

Gute Noten von der RPK

Mit der Vorbereitung und Abhandlung des Geschäfts hatte sich der Stadtrat im Vorfeld von der Rechnungsprüfungskommission guten Noten und eine einstimmige Annahme-Empfehlung eingeholt. In seinen Ausführungen im Rahmen der Ratssitzung am Donnerstagabend legte der zuständige Referent der Kommission, SVP-Gemeinderat Thomas Schumacher, denn noch einmal spezielles Gewicht auf die Notwendigkeit des Anliegens.

Der 1971 erstellte Kindergarten ist vor 25 Jahren ein einziges einmal saniert worden, wobei man sich damals nur auf das Allernötigste beschränkt hatte. Die räumlichen Anforderungen würden längst nicht mehr genügen. « Wegen der fehlenden Kapazitäten muss teilweise sogar in den Kellerräumlichkeiten oder draussen unterrichtet werden » , illustrierte Schumacher.

« Wegen der fehlenden Kapazitäten muss teil weise sogar in den Kellerräumlichkeiten oder draussen unterrichtet werden. »

SVP-Gemeinderat Thomas Schumacher

Mit dem Projekt, das einen Ausbau von 234 auf 369 Quadratmeter Fläche und eine Erweiterung um neue Gruppenräume und einen Koch- und Lehrbereich vorsieht, könne man nicht nur die Kapazitätssteigerungen auffangen, sondern den nötigen Platz für die zeitgenössischen pädagogischen Anforderungen schaffen. Die Kosten für den Bau würden mit einer Marge von gut 25 Prozent auf 2,3 Millionen Franken geschätzt.

RPK-Präsident Thomas Hildebrand (FDP) wollte als Anwohner in einem ergänzenden Votum seiner Freude Ausdruck verleihen, dass man sich für eine Sanierung mit Erweiterung entschieden hat. « Der Kindergarten Chellenacher ist sehr beliebt, weil er so gut ins Quartier eingebettet ist und nahe an der Natur liegt. »

Tatsächlich folgten die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der RPK grossmehrheitlich und hoben damit das Projekt auf die nächste Stufe. Ab jetzt kann mit der Planung und der konkreten Ausarbeitung eines Projekts begonnen werden.

Plädoyer für heimisches Holz

Im Zeichen der überparteilichen Einigkeit stand in der bemerkenswert kurzen Sitzung von nicht einmal einer ganzen Stunde auch der zweite Beschluss, den das Parlament fällte. Es überwies mit grosser Mehrheit ein Postulat von SVP-Gemeinderat Ueli Kuhn zur Favorisierung von einheimischem Bauholz bei städtischen Bauten.

In einem eigentlichen Plädoyer hatte Kuhn die zahlreichen klimatischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile des nachwachsenden Rohstoffs gepriesen und auf die grossen Waldmengen verwiesen, die auf dem Stadtgebiet zur Verfügung stehen. « Eine Energiestadt mit Gold-Label, wie sie Illnau-Effretikon jüngst geworden ist, sollte auf das eigene Holz setzen » , resümierte er.

« Eine Energiestadt mit Gold-Label, wie sie Illnau-Effretikon jüngst geworden ist, sollte auf das eigene Holz setzen. »

SVP-Gemeinderat Ueli Kuhn

Obschon sie mit der Begründung nicht glücklich sei und sich eine kompromisslose Durchsetzung mit dem Submissionsrecht nur schwer vereinen liesse, stellte sich auch SP-Gemeinderätin Brigitte Röösli klar hinter das Postulat: « Es ist wichtig, dass es ein Faktor ist, woher das Material stammt. »

Einzig die FDP und die Jungliberalen Illnau-Effretikon mochten nicht recht miteinstimmen. « Wir finden es auch toll, wenn man das lokale Gewerbe berücksichtigt, trauen ihm aber zu, innovativ genug zu sein, um sich gegen andere Konkurrenten durchzusetzen. Bauvorhaben sind schon kompliziert genug, es braucht nicht noch mehr Regulierungen » , gab FDP-Fraktionschef Stefan Eichenberger vergeblich zu bedenken.

 

Die Beschlüsse des Grossen Gemeinderats

– Dem Antrag des Stadtrats betreffend eines Projektierungskredits für die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens Chelleracher wurde stattgegeben.

– Das Postulat betreffend Online-Wahlhilfe wurde beantwortet und abgeschrieben.

– Die Interpellation betreffend des Schilderwalds auf der SBB-Überführung Illnauerstrasse wurde begründet.

– Die Interpellation betreffend invasiver Neophyten auf dem Gemeindegebiet wurde begründet.

– Das Postulat betreffend stärkerer Favorisierung von einheimischem Bauholz wurde begründet und an den Stadtrat überwiesen.

– Die Interpellation betreffend des Status der Wirtschaftsförderung ILEF wurde begründet.

– Die Interpellation betreffend lokaler Kompensation von CO 2-Ausstoss wurde begründet.

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