Das Ustermer Parlament debattierte am Montagabend gleich über drei Tempo-30-Vorstösse. So sollte in den Quartieren Niederuster, Stauberberg und Bachgasse-Archstrasse eine Temporeduktion eingeführt werden.
Das Ustermer Stimmvolk hatte 2009 eine entsprechende Vorlage für flächendeckendes Tempo 30 abgelehnt. Daraufhin hatte der Stadtrat entschieden, dass er nicht von sich aus aktiv werde, um Tempo 30 flächendeckend in den Wohnquartieren einzuführen. Er beschloss jedoch, dass mit einer Petition für einzelne Strassen eine 30er-Zone beantragt werden kann, sofern 51 Prozent der Anwohner diese unterschreiben.
Zwei unbestrittene Zonen
Bei zwei dieser Vorlagen, die das Parlament behandelte, war diese Ausgangslage erfüllt. So ersuchten Bewohner, dass im Quartier Stauberberg auf der Buchhaldenstrasse, der Stauberbergstrasse, der Speerstrasse und dem Buchhaldenweg ein Tempo-30-Regime eingeführt werden solle. Der Stadtrat empfindet dies als sinnvoll. Gemäss verkehrstechnischem Gutachten könnten auf bauliche Massnahmen verzichtet werden. Der Stadtrat rechnet mit Kosten von 21'600 Franken für den Bau neuer Eingangstore und den entsprechenden Markierungen.
Auch die Petition für das Quartier Niederuster erfüllte die Vorgaben. Anwohner wollten mit der Petition die Verkehrssicherheit und eine Lärmreduktion erreichen. Nach Meinung des Stadtrates ist eine Einführung von Tempo 30 auf der Wannenstrasse, der Wildsbergstrasse, der Jungholzstrasse, der Steinstrasse, Im Grüene sowie der Turicumstrasse sinnvoll. Er rechnet mit Kosten von 63'300 Franken.

