Grün, orange, gelb oder rot strahlt es aus Wäldern und Parks. Der Boden ist übersät mit den – im wahrsten Sinne des Wortes – Abfallteilen der hochgewachsenen Bäume. Schlurft man drüber, erzeugt man schleifende Geräusche.
Diese sind weit angenehmer als die Töne der in dieser Zeit üblichen Gebläse, die einen Höllenlärm veranstalten und nur dazu dienen, grosse Haufen aus modernden Pflanzenresten zu erstellen.
« Schliesslich ist die Lust zu Farben ein kleiner Schritt zur Gleichberechtigung der Geschlechter. »
Farben sind der erfreuliche Kontrast für das Grau, das in weiten Teilen des Landes herrscht. Trüber Nebel und feuchte Schwaden schlagen sich bei manchen aufs Gemüt, da ist dieses leuchtende Farbenspiel geradezu Therapie. Da ist es nicht verwunderlich, dass Farben auch Gesichter und Fingernägel verschönern und so zum Wohlbefinden beitragen. Und das nicht nur bei Frauen.
«Die neue Manniküre» steht über einem Artikel einer Zeitung. Darin wird beschrieben, dass man plötzlich überall Nagellack bei Männern sieht. Schauspieler, Sänger, Rapper und sonstige Stilikonen haben den Trend zu bunten Nägeln entdeckt. Das ist erfreulich. Schliesslich ist die Lust zu Farben ein kleiner Schritt zur Gleichberechtigung der Geschlechter. (Guy A. Lang)

