«Ich bin einfach dafür, dass Leute, die sich impfen lassen wollen, dies auch tun können – das ist mir das Wichtigste». Gemeinderätin Katrin Ruzicka blickt erfreut über die Warteschlange, die sich vor den Registrierungstischen gebildet hat. Viele Leute würden den Weg nach Winterthur oder in ein anderes Impfzentrum scheuen. Daher hat sich die Gemeinde schon früh für den Besuch des Impfmobils angemeldet.
Die Aktion ist gut organisiert. Nach Erfassen der Daten werden die impfwilligen Personen in ein Wartezelt geführt und anschliessend zur eigentlichen Prozedur abgeholt. Das eingespielte Team des Impfbusses ist freundlich – doch eine gewisse Anspannung ist deutlich spürbar. Einzig der anwesende Arzt lässt sich nach kritischer Einweisung durch den Einsatzleiter zu einigen Äusserungen bewegen.
Walk-In – der grosse Vorteil
Der Arzt Kaspar Saurer ist zuständig für die Aufklärung der Leute und für eventuelle Zwischenfälle, wie zum Beispiel unerwünschte Impfreaktionen. Ruhig und kompetent unterhält er sich mit den frisch geimpften Personen und weist ihnen einen Platz in der Ruhezone zu. «Der grosse Vorteil des Impfmobils liegt darin, dass die Leute ohne Terminreservation kommen können. Das sogenannte Walk-In ist sehr beliebt.»
Die Frage nach dem Erfordernis oder der Zulassung der dritten Impfung kann auch Saurer nicht abschliessend beantworten. Momentan werde sie nur Patienten mit medizinischer Vorgeschichte verabreicht und nur in den Impfzentren. Eine Prognose zu stellen, sei aktuell nicht möglich. Zu weit gehen die Ansichten noch auseinander, meint er.

