Abo

Politik

Unfall-Hotspot Rällikerstrasse bleibt gefährlich

Obwohl es auf der kurvigen Rällikerstrasse auffallend viele Schleuderunfälle gibt, sehen die kantonalen Behörden keinen Handlungsbedarf. Sie verweisen auf eine genügende Gefahrensignalisation und die Selbstverantwortung der Fahrzeuglenker.

Ende August war es wieder soweit: Auf der Rällikerstrasse zwischen südlichem Greifensee und der Autobahneinfahrt Hinteregg kam es zu einem Unfall. Eine junge Lenkerin geriet am späten Nachmittag «aus ungeklärten Gründen» in einer der engen Kurven auf die Gegenfahrbahn und prallte frontal in ein entgegenkommendes Fahrzeug.

Auf diesem kantonalen, rund 2,5 Kilometer langen Strassenabschnitt gilt Tempo 80. Obwohl zwei Haarnadelkurven zu bewältigen sind und die Strecke im Feierabendverkehr mit 9000 Fahrzeugen ein vergleichsweise hohes Verkehrsaufkommen aufweist.

Die Zürcher Kantonspolizei bestätigt denn auch, dass es auf diesem Abschnitt in den Jahren 2011 bis 2020 insgesamt 88 Verkehrsunfälle gab. Das sind im Schnitt 10 Unfälle pro Jahr. Marc Besson vom polizeilichen Mediendienst präzisiert: «Davon waren 50 Schleuderunfälle, es gab 14 Auffahrunfälle und eine Frontalkollision. Dabei verletzten sich insgesamt 5 Personen schwer und 25 Personen leicht.»

Leitplanken sind nicht geplant

Insbesondere die hohe Zahl von Schleuderunfällen lässt auf zu hohe Tempi als Unfallursache schliessen. Dies führt zur Frage, ob eine Temporeduktion auf maximal 60 Kilometer pro Stunde die Verkehrssicherheit erhöhen würde. Für die Kantonspolizei ist das aktuell aber kein Thema. Viel mehr sieht sie die Fahrzeuglenkenden in der Pflicht. «Wie überall bei günstigen Strassen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen gilt auch auf der Rällikerstrasse die gesetzliche Ausserortsgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde», so Kapo-Mediensprecher Besson. «Grundsätzlich muss der Verkehrsteilnehmende seine Geschwindigkeit den örtlichen Begebenheiten anpassen.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?