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Politik

«Schlussendlich geht es immer darum, Geld zu verdienen»

Offiziell hat Mirco Egolf schon vor längerer Zeit die Geschäftsführung der Egolf Immobilien übernommen. Nach dem Tod seines Vaters leitet er nun definitiv die Firma. Ein Gespräch über explodierende Bodenpreise, Renditen und Visionen.

Mirco Egolf empfängt « Züriost » in Jeans und blauem Hemd in den Geschäftsräumlichkeiten der Egolf Immobilien an der Bahnhofstrasse in Wetzikon. Hier gibt es kein Nippes und keinen Schnickschnack – sondern klare Linien, viel Glas, viel Holz. In Vitrinen sind Modelle von Projekten ausgestellt, an den Wänden hängen Baupläne. Mirco Egolf ist in Wetzikon und Hinwil aufgewachsen. Gelernt hat er Hochbauzeichner.

Haben Sie schon als Jugendlicher geplant, in die Firma Ihres Vaters einzutreten?
Mirco Egolf: Nein, das war nicht der Plan. Ich wusste damals nicht einmal genau, was mein Vater beruflich macht. Nach der Lehre ging ich in die Stellenvermittlung, wo ich viel in Bezug auf Personal und Menschenkenntnisse lernte. Es ist aber auch ein sehr schnelllebiges Business.

Wie kam es dazu, dass Sie in die Firma ihres Vaters wechselten?
Mein Vater fragte mich, ob ich bei ihm arbeiten wolle. Ich habe nicht lange gezögert. Am 1.1.2005 trat ich in die Firma ein.

Egolf Immobilien wurde 1984 von Heinz Egolf gegründet. Die Firma besitzt Büros, Gewerbe, Industriebauten und ganze Siedlungen im Zürcher Ober- und Unterland, der Stadt Zürich und in der Innerschweiz. Insgesamt sind es 1‘835 Objekte mit 80 Prozent Wohn- und 20 Prozent Gewerbeliegenschaften mit einem Wert von über einer halben Milliarde Franken. Das Unternehmen beschäftigt 11 Mitarbeiter in Wetzikon und 6 Hauswarte. Egolf Immobilien kauft aus Kostengründen viele Leistungen bei Externen wie Architekten und Fachplanern ein.

Was war anfangs Ihre Rolle bei Egolf Immobilien?
Es gab nicht so klare Aufgabenteilungen, es war ein schleichender Prozess. Begonnen habe ich in der Vermietung. Nach und nach habe ich operativ dann immer mehr Projekte und auch das Personalwesen übernommen. Allerdings war mein Vater eine sehr dominante Persönlichkeit , was für mich nicht immer ganz einfach war.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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