Politik

Radioaktive Strahlung in Schulen reduziert

In mehreren Räumen der Dübendorfer Primarschule hat der Kanton teilweise massiv erhöhte Radon-Werte registriert. Nach der Sanierung sind die Strahlungswerte gesunken. Doch eine Langzeitmessung steht noch aus.

Radioaktive Strahlung in Schulen reduziert

Es war ein Rekordwert, den der Kanton vergangenes Jahr im Dübendorfer Primarschulhaus Dorf festgestellt hat: In einem Werkraum überstieg die Radonkonzentration mit 2183 Becquerel pro Kubikmeter den Referenzwert um das Siebenfache – einer der höchsten Werte im Kanton Zürich.

Neben dem Schulhaus Dorf wurden auch im Erdgeschoss des alten Trakts des Schulhauses Wil eine deutlich erhöhte Radon-Konzentration registriert. In beiden Fällen vermuteten die Verantwortlichen die Ursache bei früheren Baustandards, die noch keine Abdichtung gegen das aus dem Boden eindringende Radon kannten. Als Sofortmassnahme ordnete die Schule in den betroffenen Räumen häufiges Lüften an.

Ergebnisse im Frühling 2022

Weil das radioaktive Gas krebserregend ist, müssen Gebäude, in denen der Referenzwert überschritten wird, innert dreier Jahre saniert werden. Das ist inzwischen geschehen, wie die Primarschulpflege in einer Mitteilung festhält. Aufgrund der Fachempfehlungen seien in den Untergeschossen der Schulhäuser Dorf und Wil mechanische Lüftungen und Abdichtungen vorgenommen worden.

«Die ersten internen Messungen haben gezeigt, dass die getroffenen Vorkehrungen den Zweck erfüllen», schreibt die Schulpflege. Nun werde eine spezialisierte Fachfirma eine offizielle Langzeitmessung vornehmen, um das Ergebnis dann dem kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) einzureichen. Diese Messergebnisse sollen im Frühjahr 2022 vorliegen.

Messgeräte helfen beim Lüften

Die Luftqualität in den Klassenzimmern ist aber auch in den anderen Primarschulhäusern der Stadt ein Thema. Die Problematik hat durch die Corona-Pandemie an Dringlichkeit gewonnen. Vor diesem Hintergrund beschloss die Schule den Kauf von CO2-Messgeräten, die gemäss Mitteilung in den nächsten Wochen an die Schulen ausgeliefert werden. Die Geräte zeigen die aktuelle Qualität der Raumluft an und machen die Nutzer mit einem akustischen Warnsignal darauf aufmerksam, wenn es Zeit zum Lüften ist. (red)

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