Genugtuung für ein einst gescholtenes Greifenseer Projekt
Alle drei Jahre zeichnet der Prix Lignum die besten neuen Arbeiten mit Holz aus – vom Möbel über den Innenausbau bis zur ganzen Wohnsiedlung, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Jury hat heuer auch den Umbau des Landenberghauses mit einem Preis geehrt. Der Umbau nehme Rücksicht auf den Bestand. Dafür wird der Bau mit dem zweiten Rang ausgezeichnet.
Die Auszeichnung dürften die Verfechter des Projektes mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis nehmen, denn das Projekt war nicht unumstritten: Viele Greifenseer wollten 2017 eigentlich einen Umbau haben, der weniger kostet oder eher ihren Bedürfnissen entspricht.
Für das am Ende rund 13 Millionen Franken teure Projekt, gab es damals bei der Abstimmung nur eine hauchdünne Mehrheit – gerade Mal 49 Stimmberechtigte machten den Unterschied aus. Das umgebaute Landenberghaus wurde im September 2019 eröffnet.
Jury lobt denkmalgeschütztes Ensemble
Die Jury begründet ihren Entscheid damit, dass das Landenberghaus mit seinem mittelalterlichen Gemäuer zusammen mit dem benachbarten Schloss und dem angrenzenden ehemaligen Pfarrhaus ein denkmalgeschütztes Ensemble bilde. «Der Ersatzbau ist das Resultat eines gelungenen Zusammenspiels aller Akteure», heisst es weiter.
Der Preis wird in diesem Jahr zum fünften Mal seit 2009 gesamtschweizerisch und in fünf Preisregionen verliehen. Das Landeberghaus erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Region Nord.
Zugelassen waren Bauwerke, Innenausbauten, Möbel und Kunstwerke aus der Schweiz oder dem Fürstentum Liechtenstein, die zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. März 2021 fertiggestellt wurden. (dam)

