Wetzikon und sein Verkehr – dieses Thema hat in den letzten Wochen die Gemüter in der Stadt erhitzt. Obschon die Traktandenliste keine Möglichkeit für eine Debatte bot, musste sich der Stadtrat an der ersten Parlamentssitzung nach dem abschlägigen Westtangentenentscheid des Kantons bewusst sein, dass er in dieser Frage wenig Wohlwollen aus dem Saal ernten würde.
Dampf abgelassen
Entsprechend heiss war der Dampf, der in den einleitenden Fraktionserklärungen zu diesem Thema abgelassen wurde. Während FDP-Gemeinderätin Sandra Elliscasis noch verhältnismässig höflich darauf hinwies, dass man den Fokus doch nun bitte endlich weg von Verkehrsumfragen in Aussenquartieren hin zur Verkehrsführung im Zentrum legen möge, klang es bei den Grünen heftiger.
Christine Walter warf den Verantwortlichen vor, dass sie jahrelang mit dem Kopf durch die « Beton-Wand » fahren wollten. Und Esther Schlatter von der GLP wählte noch markigere Worte: « Mit dem sturen Festhalten an der Westtangente hat der Stadtrat nicht nur den Wetziker Steuerzahler um Millionen gebracht, er hat auch die qualitative Entwicklung der Stadt verhindert. » Und: « Man kann das nicht anders als Totalversagen bezeichnen. »
« Mit dem sturen Festhalten an der Westtangente hat der Stadtrat nicht nur den Wetziker Steuerzahler um Millionen gebracht, er hat auch die qualitative Entwicklung der Stadt verhindert. »
Esther Schlatter, GLP

