Die Schwingsaison ist beendet. Doch vorher wurde der Saisonabschluss noch ausgiebig gefeiert. Am Sonntag hat das alljährliche Klubschwinget des Schwingklubs Winterthur in Wila stattgefunden. Der Anlass ist jedes Jahr an einem anderen Ort. Dieses Jahr war er bei der Familie Waldvogel. Bernhard Waldvogel war früher Präsident des Schwingklubs.
Das Datum war gut gewählt. An diesem ersten Oktobersonntag meldete sich der Sommer nochmals zurück. Die Sonne schien, es roch nach Würsten auf dem Grill und es herrschte Feststimmung durch und durch. Die Schwinger haben Festzelte aufgestellt und um das Sägemehl standen Bänke, die das Ganze wie eine Arena aussehen liessen.
«Ich würde gerne später an einem eidgenössischen Schwingfest teilnehmen.»
Loris Anliker, Nachwuchsschwinger aus Schlatt
Immer wieder klatschte und jubelte das Publikum, wenn wieder ein Schwinger am Boden lag. Das Sägemehl staubte nur so in der Luft. Zwar werden die Schwinger auch «die Bösen» genannt. Dennoch war der Wettkampf fair und freundlich. Denn die Kameradschaft wird bei dieser Sportart auch sehr geschätzt. Nach dem Kampf reicht man sich beispielsweise die Hand, egal wer gewonnen hat.
Den Schlussgang der Nachwuchsschwinger entschied Loris Anliker für sich. «Ich würde gerne später an einem eidgenössischen Schwingfest teilnehmen», sagte der Gewinner völlig ausser Atem nach seinem Sieg. Zur Ehre wurde er von zwei Jungschwingern auf die Schultern gehoben, während das Publikum applaudierte.

