Budget von Dübendorf mit fünf Millionen im Plus
Das Budget der Stadt Dübendorf weist bei einem Aufwand von 196,63 Millionen Franken ein Plus von 5,38 Millionen auf. Gegenüber dem Voranschlag 2021 budgetiert der Stadtrat damit rund 13 Millionen höhere Einnahmen, zwei Drittel davon betreffen Steuererträge.
Dazu kommt, dass die Stadt das zweite Jahr in Folge einen ansehnlichen Ressourcenzuschuss erhält. Dieser beläuft laut den provisorischen Berechnungen des Gemeindeamts auf 12,42 Millionen Franken, das ist eine halbe Million mehr als im Vorjahr.
Investitionen von 30 Millionen
Parallel zum gesteigerten Ertrag rechnet der Stadtrat fürs kommende Jahr gegenüber dem Voranschlag 2021 aber auch mit einem höheren Aufwand von knapp 8 Millionen Franken. Gemäss einer Mitteilung ist eine starke Aufwanderhöhung insbesondere im Bereich der Primarschule zu verzeichnen, verursacht unter anderem durch wachsende Schülerzahlen und zwei neue Horte.
Insgesamt erhöht sich der Personal- und Sachaufwand in allen Geschäftsfeldern um 3,12 respektive 1,35 Millionen Franken. Unter dem Strich steigt damit das Eigenkapital per Ende 2022 voraussichtlich auf 239,62 Millionen.
Die budgetierten Investitionen belaufen sich 2022 auf 29,5 Millionen Franken, rund 5 Millionen mehr als im Vorjahr, wobei in den letzten Jahren die tatsächlich getätigten Investitionen regelmässig deutlich unter Budget lagen. Die grössten Posten sind der Bereich Verkehr, das Mehrzweckgebäude, die Infrastruktur der Primarschule und das städtische Alters- und Spitexzentrum.
Steuererhöhung in Aussicht
Der Stadtrat will den Steuerfuss bei 81 Prozent belassen. Bliebe derjenige der Oberstufe Dübendorf-Schwerzenbach unverändert, würde dies ein Gesamtsteuerfuss von 99 Prozent (ohne Kirchen) bedeuten.
Allerdings stellt der Stadtrat ab 2024/25 bei anhaltendem Aufwandwachstum und Investitionsvolumen eine Steuererhöhung in Aussicht. Dies unter der Voraussetzung, dass in diesem Zeitraum keine «substanziellen ausserordentlichen» Erträge verzeichnet würden.
Bei der Umsetzung neuer Infrastrukturprojekte wie dem Hallenbad oder dem Bushof sei zudem zusammen mit diesen Investitionen eine entsprechende Steuerfusserhöhung zu prüfen und jeweils entsprechend separat auszuweisen, schreibt der Stadtrat in seinem Bericht zum Budget 2022.
Ergebnis 2021 besser als erwartet
Gemäss Hochrechnung wird das Rechnungsergebnis 2021 um 5,29 Millionen Franken positiver ausfallen als budgetiert. Anstelle eines Ertragsüberschusses von 400‘000 Franken wird gemäss aktuellem Kenntnisstand ein Ertragsüberschuss von 5,68 Millionen erwartet. Dies ist gemäss Mitteilung des Stadtrats primär eine Folge von höheren erwarteten Steuererträgen, welche teilweise aber durch höhere Aufwände im Bereich Soziales und Primarschule kompensiert würden.
