Die 15 Teilnehmenden am kostenlosen Wikipedia-Workshop der Kulturkommission Zürcher Oberland im Gemeindehaus Turbenthal waren allesamt Neulinge, was die aktive Mitarbeit in der freien Online-Enzyklopädie betrifft. Was sie mitbrachten, waren Forschergeist und einen reichhaltigen Fundus an historischem und kulturellem Wissen rund um die Region.
Wolfgang Wahl, Mitorganisator und Präsident der Ortsmuseumskommission Wila, ist beeindruckt: «So viele kompetente Leute zeigen grosses Interesse und Engagement, Informationen aus erster Hand zu teilen.» Wahl ist bestrebt, Kulturerbe zu vermitteln und Vernetzung herzustellen. «Was nicht auf Wikipedia steht, gibt es für die junge Generation nicht», bringt er es überspitzt auf den Punkt.
Den Primarlehrer online verewigt
Einer der Workshop-Teilnehmer, der sein Tagesziel erreicht hat, einen neuen Artikel auf Wikipedia zu stellen, ist der pensionierte Journalist Heinz Girschweiler. Er hat vor zwei Jahren ein Buch über den Schweizer Volkskundler Jakob Zollinger geschrieben: «Obwohl ich kein technisches Genie bin, konnte ich meinem Primarlehrer und seinen Büchern über Bauernhäuser und die Zürcher Oberländer Urlandschaft ein Denkmal im Internet setzen».
Dies sei dank der Unterstützung der fachkundigen Wikipedianerin und Historikerin Nina Santner aus Pfäffikon möglich gewesen, die den Workshop mitorganisiert hat. «Ihr Geheimtrick, den Quellcode eines bestehenden Artikels zu kopieren und die Inhalte mit den eigenen zu ersetzen, war Gold wert», verrät er.

