Die Stadt Uster will endlich bauen. Und zwar bei der Schifflände in Niederuster. Dort soll das Seerestaurant «Umbrella» entstehen. Das Projekt ging vor etwas mehr als drei Jahren als Sieger aus einem Architekturwettbewerb hervor. Ende August hat die Stadt nun das entsprechende Bauprojekt im Amtsblatt publiziert. Darin plant sie den Abbruch des bestehenden Gebäudes und den Neubau des Seerestaurants mit Kiosk sowie den Ersatzneubau der Bus-Wendeschleife.
Dass die Baueingabe erst drei Jahre nach der Vorstellung des Projekts erfolgt ist, liegt gemäss Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) an «diversen Abklärungen baurechtlicher Art». Zudem habe es im Gemeinderat zu längeren Diskussionen geführt als erwartet und letztendlich sei das Geschäft dann auch noch in die Coronaphase gefallen, in der das Parlament eine Weile lang gar nicht habe tagen dürfen.
Nun liege das Projekt beim Kanton zur weiteren Abklärung vor. Der Stadtrat würde aber gerne vorwärts machen. «Gemäss Terminplanung sollte eine Inbetriebnahme des Gebäudes im 2024 realistisch sein», sagt Thalmann, schiebt aber sofort nach. «Sofern nichts Ausserordentliches mehr dazwischenkommt.»
«Komplizierter» als eine Mondlandung
Der Vorbehalt kommt aus gutem Grund: Denn das Seerestaurant ist ein Politikum, das Uster schon seit knapp 20 Jahren beschäftigt: Seit 2003 dauert das Hickhack rund um die Bebauung der Schifflände in Niederuster zu einem Seerestaurant schon an. Es ist ein Projekt, das fast so kompliziert ist, wie eine Mondlandung. So zumindest formulierte es Finanzvorstand Cla Famos (FDP) im vergangenen Jahr, als es im Parlament um den Projektierungskredit für den Kiosk an der Schifflände ging, der mit dem Projekt Seerestaurant verknüpft ist.

