Die Preise für Wohneigentum in der Schweiz steigen ungebrochen weiter. Gemäss einer aktuellen UBS-Studie verteuerten sich Häuser und Wohnungen in der Schweiz im zweiten Quartal 2021 um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist der stärkste Anstieg seit acht Jahren. Die Studie stellt neben den städtischen Zentren auch in der Agglomeration einen steilen Preisanstieg fest. Daneben nimmt die Bevölkerungszahl nahe der Stadt Zürich – vor allem entlang der S-Bahnlinien – weiter zu.
Vor allem auch in Uster, das Neuzuzügern neben der guten ÖV-Anbindung an Zürich, auch kleinstädtischen Charme, Seenähe oder zahlreiche Naherholungsgebiete bietet. Wie präsentiert sich aber die Angebots- und Nachfragesituation von Wohneigentum in der drittgrössten Stadt des Kantons?
Neben den immer höheren Preisen für die Objekte, ist deren Finanzierung parallel dazu schwieriger geworden. Gemäss einer aktuellen Erhebung der Zürcher Kantonalbank (ZKB) verlangt diese für die Hypothek einer Stockwerkeigentumswohnung in Uster zum Preis von 1,18 Millionen Franken ein jährliches Einkommen von knapp 190'000 Franken und ein Vermögen von knapp 250'000 Franken.
Neubauten sind teurer
Das Angebot an Eigentumswohnungen – vor allem im tieferen Preissegment – ist in Uster sehr knapp. Auf der Vergleichsplattform «Comparis» werden in diesem Segment gerade einmal drei Objekte angeboten. Zum Beispiel eine gemäss Bildern in die Jahre gekommene 2,5-Zimmer-Blockwohnung auf 68 Quadratmetern in einem anonymen Durchschnittsquartier für 490'000 Franken. Eine 3,5-Zimmer-Wohnung, Baujahr 1972, in der Nähe der stark befahrenen Riedikerstrasse kostet 675'000 Franken. An derselben Strasse kostet eine renovierte 3,5-Zimmer-Wohnung 760'000 Franken.

