Schon kurz nach 8 Uhr sind am Samstag die ersten Sammlerinnen und Sammler in den Turbenthaler Werkhof gekommen, um sich zu registrieren und mit Sicherheitswesten, Handschuhen, Kehrichtsäcken und Greifzangen auszurüsten. Es fand schweizweit der Clean-up Day statt. Zusätzlich erhielten sie Pläne mit eingezeichneten Routen, damit man sich nicht gegenseitig in die Quere kam.
Das Engagement aller zahlte sich bis am Mittag aus – 52 Kilo Abfall wurden zusammengetragen. Es waren insgesamt 35 Personen, die zu diesem stolzen Resultat beigetragen haben. Zu einem Resultat, das eigentlich gar nicht sein sollte. Doch hinreichend bekannt ist, dass manche Autofahrer das ärgerliche System «aus den Augen, aus dem Sinn» kennen.
Schnell das Fenster öffnen und weg mit dem Abfall. Ein Wegwerf-Gleichmut ist offenbar auch in der Umgebung des Schulhauses Breiti eine Sitte. Das meldeten diejenigen, die hinter den Gedankenlosen aufräumten, weil ihnen eine intakte Umwelt wichtig ist.
Wettkampfcharakter als Anreiz
Der Clean-up Day in Turbenthal wird durch die Gesellschaftskommission organisiert. Zum zweiten Mal fand dieser Aktionstag als Challenge statt, da die aktuelle Situation keinen Austausch bei einem Abschlussimbiss zulässt. Der Wettbewerbsgedanke diente somit als Motivation. An fünf Familien oder Einzelpersonen wird demnächst zusätzlich zu den Badi-Eintritten noch ein Gutschein für ein Jahresabonnement der Bibliothek abgegeben.

