Eine Ankunft auf der Hochwacht ist eine Ankunft in einer anderen Sphäre. Hier auf 853 Meter über Meer und auf dem höchsten Punkt des Pfannenstiels, sieht der grosse Kanton Zürich ganz klein aus.
Zur einen Seite breitet sich das ganze Zürcher Oberland aus, zur anderen überblickt man Grossteile des Zürich- und Obersees und das linke Seeufer. Dahinter liegt ein atemberaubendes Alpenpanorama. Fast wie auf einem Gemälde thront das bekannte Ausflugsrestaurant mit seinem Turm, der 1907 noch in der Belle Epoque erbaut wurde. Es scheint, als wäre die Zeit hier oben etwas langsamer gelaufen als dort unten. Zumindest bis jetzt.
«Das Ende? Hoffen wir es nicht, wir wissen ja noch nicht genau, wie es hier oben weitergehen wird», sagt René Heiz und lacht etwas verlegen. Der 67-Jährige ist seit 2003 Geschäftsführer des Restaurants Hochwacht. Neben ihm sitzt der Wirt Fredi Jost, 71, seit der Jahrtausendwende Pächter des Lokals. Die beiden sind auf gastronomischer Ebene ein eigentliches Paar geworden, der Betrieb ist mehr als nur ein Abschnitt ihres Lebens. Ein Abschnitt, so viel ist klar, den sie Ende dieses Jahres abschliessen werden.
Erschöpfende Pandemie

