Die in Uster beheimatete Wirtschaft – namentlich Industriebetriebe, Dienstleistungsanbieter sowie Gewerbe – will in den Überlegungen der Stadt Uster zur künftigen Stadtentwicklung verstärkt in konkrete Entwicklungsprojekte miteinbezogen werden. Diese Botschaft kam am Podium, zu dem das Wirtschaftsforum Uster (WFU) am Dienstagabend eingeladen hatte, klar zum Tragen.
«Luft nach oben» bei Zentrumsgestaltung
Rund 80 Interessierte fanden sich im Stadthofsaal Uster ein, um einzelne Kernaussagen im 2019 von der Ustermer Stadtverwaltung publizierten Stadtentwicklungskonzept genauer unter die Lupe zu nehmen. Moderator Hans-Rudolf Galliker erhielt von WFU-Präsident Jan Schibli drei für die lokale Wirtschaft bedeutende Fragen übertragen: Strebt die Politik ein autofreies Stadtzentrum an? Welche Art von Arbeitsplätzen soll die Ustermer Wirtschaft prägen? Und: Wie sieht sich Uster in 15 Jahren: als Wohnstadt, Stadt am Wasser und?
Der Moderator befragte die Gesprächsteilnehmenden nach deren Vorstellung, wie sich Uster in Zukunft präsentieren soll. Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) betonte, dass vor allem bei der Gestaltung des Stadtzentrums noch «Luft nach oben» auszumachen sei. Da Uster über kein historisch gewachsenes, eigentliches Zentrum verfüge, gelte es hier gut verträgliche Lösungen zu finden. Im Fokus stünde ebenso die Mobilität und die Beibehaltung des Individualverkehrs. «Unsere Stadt muss leiser werden», meinte sie. Thalmann wünscht sich zudem ein lebendiges Kultur- und Begegnungszentrum auf dem Zeughaus-Areal.
«Uster soll eine lebendige Stadt sein»

