Letztes Jahr war der grosse Zusammenschluss Thema im Weinland, das nicht nur die Bürger der betroffenen Gemeinden beschäftigte, sondern auch weitherum Beachtung fand. Genau wie die Behörden waren die Stimmberechtigten uneins über den Sinn des Zusammenschlusses.
Das Resultat ist bekannt, das Vorhaben scheiterte. Aber nun suchen die zwei kleinen Gemeinden Adlikon und Humlikon den Anschluss an Andelfingen. Für mich heisst das, die Idee einer Fusion muss etwas an sich haben.
Warum suchen Menschen den Zusammenschluss? Warum haben wir ein Gemeinwesen, das über die Familie hinausgeht? Die Erkenntnis, dass Einer alleine nicht viel vermag, aber Viele vieles, ist uralt. Gemeinsam auf die Jagd gehen, Land urbar machen, die Allmend bestellen und vieles mehr sind alte Kulturtraditionen, die sich bewährt haben. Für diese Aufgaben genügten kleine Stammesgemeinschaften.
« Arbeitsteilung ist ein Grund für das Zusammengehen, der andere, dass Gemeinschaften Sicherheit bieten. »
Mit der aufkommenden Aufgabenteilung durch das Handwerk, wurden die Gemeinschaften grösser. Es entstanden aus Siedlungen Dörfer, aus Dörfern wurden Städte. Aus Grafschaften und Fürstentümern wurden Königreiche, Königreiche wurden zu Kaiserreichen zusammengefügt. Kaiser- und Königreiche zerfielen und wurden zu Nationen, diese verbanden sich in vielen übernationalen Organisationen.

