Es hätte nicht zu Ueli Maurer (SVP) gepasst, wenn er sich am Samstag im Dienstwagen zum Jubiläumsevent der Genossenschaft Bachtel-Kulm auf den Bachtel hätte chauffieren lassen. Nein, der Bundesrat aus dem Oberland, erklomm den Bachtel zu Fuss – wie so oft, wenn er an seinem geliebten Hausberg unterwegs war und ist.
Dem «Ameisendasein» entflüchten
Ausser Atem ist Ueli Maurer, der von Orn her auf die 1115 Meter hohe Erhebung gestiegen ist, nicht. «Früher war dies mein Trainingsberg. Es zählten Minuten und Sekunden, immer schneller, zu Fuss, auf dem Rad», erinnert er sich. Doch heute habe er andere Prioritäten.
«Wenn ich alleine auf den Bachtel steige, dann freue ich mich darüber, mich im Gasthaus an den grossen, runden Tisch zu setzen, einen Kaffee zu trinken und mich mit anderen Gästen auszutauschen», erzählt Maurer. Er schätze es heute umso mehr, aus dem «Ameisendasein» auszuscheren und Distanz zu gewinnen, wenn er in die Höhe steige. «Sich dem Gewusel zu entziehen, Dinge zurückzulassen, die Sicht von oben zu haben – das ist ein tolles Gefühl», sagt der Bundesrat.
Genossenschaften als Selbsthilfeorganisationen

