Ein Fall für den Staatsanwalt? Diese Frage stellte ich mir, nachdem ich im «Tößthaler» den ausführlichen Artikel unter dem Titel «Spitex-Geschäftsführung wusste über falsche Abrechnungen Bescheid» gelesen habe.
Lieber Herr Vollmer, an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung im Februar betonten Sie, die nötigen Schlüsse aus dem Vorfall zu ziehen und «Ross und Reiter» im Abschlussbericht beim Namen zu nennen.
Und jetzt? Allein die Schlagzeile im «Tößthaler» «Spitex-Geschäftsführung wusste über falsche Abrechnungen Bescheid» spricht Bände. Ein Schlussbericht von «sage und schreibe» 150 Seiten liegt nun vor. Dieser wurde erst nach einigen rechtlichen Korrekturen angenommen.
Lassen wir dazu Kurt Nüesch zur Sprache kommen. Für ihn war klar, wieso einige Delegierte nicht zustimmten: «Und zwar, weil sie damals selber im Vorstand des Spitex-Vereins Mittleres Tösstal sassen und ihre Oberaufsicht nicht wahrnahmen», wird er im Artikel zitiert. Nüesch kritisierte weiter das vorherrschende Misstrauen innerhalb des Zweckverbands. «Wieso läuft das so?», fragte er in die Runde.
Im Bericht steht, dass sich Mitarbeitende bezüglich dieser Thematik an die jeweilige Geschäftsführung gewandt hätten, aber gemäss ihren Aussagen kein Gehör gefunden hätten. Wie müssen sich wohl all diese Mitarbeitenden jetzt fühlen? «Ich hatte gehofft, dass wir nun einen Schlussstrich unter diese Angelegenheit ziehen können», betonten Sie in Ihren Schlussworten. Ihre Hoffnung hat sich leider nicht bewahrheitet.

