Was normalerweise im Verborgenen vonstatten geht, ist in Pfäffikon am Samstag und Sonntag für einmal für alle sichtbar gewesen: In einem Glascontainer zeigte die Tauchgruppe der Unterwasser-Archäologie des Kantons Zürich, wie Ausgrabungen unter der Wasseroberfläche funktionieren.
Anlass der Tauchvorführung war das Jubiläumsjahr des Unesco-Welterbes der Pfahlbauten. Alleine am Pfäffikersee und Greifensee sind 16 Fundstellen bekannt, von denen zwei zum Unesco gehören. Es sind dies Wetzikon-Robenhausen und Greifensee-Storen/Wildsberg.
Dieses Jahr wird die zehnjährige Zugehörigkeit der Pfahlbauten zum Weltkulturerbe gefeiert. Anlässlich des Jubiläums finden in der Region zahlreiche Veranstaltungen statt. Ziel ist es, der Bevölkerung das Leben der Pfahlbauer näher zu bringen.
Die Zeit der Pfahlbauer im Oberland geht weit zurück (siehe Box). Immer wieder finden Archäloginnen und Archäologen Zeugnisse dieser Siedlungen. 2017 stiessen etwa Forscher in der Nähe des Dampfschiffstegs am Greifensee auf über 40 Fragmente von Lindenbastsandalen. Diese wurden im Block herausgeholt und dann restauriert. Teile davon können nun im Ortsmuseum in Maur bewundert werden.

