Abo

Politik

Wo sich das Leben der Turbenthaler Korbmacher abspielte

Die grosszügige Liegenschaft am Bahnweg 1 in Turbenthal verrät noch heute, dass sie einst eine Fabrik war. Bis Mitte des letzten Jahrhunderts wurden hier Korbwaren gefertigt. Der der Enkel des Firmengründers erinnert sich.

Zu den alteingesessen Turbenthalern, die den Verlust des charmanten alten Dorfkerns bei der reformierten Kirche bedauern, gehört Ernst Harr. Eine gewisse Wehmut schwingt mit, wenn er an die Kinderjahre denkt, als alles noch familiärer war und es noch mehr Raum zum Spielen gab. Harr lebt da, wo er seine Jugendjahre verbrachte: Auf dem Grundstück, das entlang des Bahnwegs führt.

Erst kürzlich konnte er wieder ins aufgefrischte Elternhaus einziehen. Seine Parzelle grenzt an jene, auf der sein Grossvater ein Korbwarengeschäft zum Blühen gebracht hatte. Dazu kann der Enkel des Firmengründers so einiges erzählen.

In Gemeindechronik erwähnt

Es lohnt sich der Blick in die Gemeindechronik, wo man über das ehemalige Fabrikgebäude lesen kann: «In den 1890er Jahren erwarb der Korbmacher Jakob Harr ein Haus in Gosswil (…). Es gelang ihm, seinen Erwerbszweig auf breitere Basis zu stellen, so dass er 1917 in der Nähe der Bahnstation Turbenthal am Chämibach ein Wohn- und Fabrikgebäude errichten konnte. Diese Korbwarenfabrik ging im Jahre 1942 an Hans Pfister über, der sie bis 1956 weiterführte und hierauf die Liegenschaft an Max Staub verkaufte.»

Es folgte das Ende der Korbwarenproduktion, denn weiter heisst es: «Die Arbeiterschaft wurde nach der Einstellung des Betriebes von der seit 1868 in Wila bestehenden grösseren Korbwarenfabrik W. Gubler & Co. übernommen, während Max Staub in den alten Räumen eine Fabrik für chemisch-technische Produkte, verbunden mit einer Kabelwicklerei, eingerichtet hat.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?