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Aathaler Sauriermuseum angelt sich Original-Fossil

Ein 90 Millionen Jahre alter Meeressaurier – eine Paddelechse - hat im Sauriermuseum Aathal ein neues Zuhause gefunden.

Aathaler Sauriermuseum angelt sich Original-Fossil

Das Sauriermuseum im Aathal hat ein neues Highlight: Ein Original-Exemplar einer Meeresechse aus der Gruppe der Plesiosaurier, die auch «Paddelechsen» genannt werden. Es hat seit Kurzem einen Platz in den Ausstellungsräumen gefunden. Sie stammt aus einer Fundstelle in Marokko und ist drei Meter lang, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Fundstück ergänze die bereits bedeutende Sammlung von Meeresechsen, neben der Riesenschildkröte Archelon, dem Mosasaurier und dem Elasmosaurus aus den USA, so das Museum weiter.

Der sogenannte « Manemergus anguirostris » sei ein noch nicht ganz ausgewachsenes Exemplar, das jedoch fast vollständig erhalten ist. Gefunden wurde es an einer noch wenig bekannten, aber trotzdem sehr bedeutenden Fundstelle für fossile Fische, Ammoniten und Meeresechsen, die Goulmima heisst.

Fossil stammt aus  «Todeszone»

Entstanden ist diese fossile Lagerstätte zu einer Zeit vor rund 90 Millionen Jahren, als die Erde eine Warmzeit durchlief und die Temperaturen global bis zu 10 Grad wärmer waren als heute. Die Folgen dieser damaligen Klimaveränderung hatten grosse Auswirkungen auf die Lebensformen. Einerseits entstand viel Leben in den warmen und flachen Meeren, so dass die Meeressaurier durch das grosse Nahrungsangebot eine echte Blütezeit erlebten.

Andererseits entstanden in den schlecht durchlüfteten Wasserzonen einiger Meeresbecken sogenannte «Todeszonen», in denen durch das übermässige Vermehren von Algen der Sauerstoff aufgebraucht war und das Leben für Lebewesen wie Ammoniten, Fische und Meeressaurier nicht mehr möglich war. Ihre toten Körper sanken auf den Meeresgrund, wo sie schnell von viel Sediment überdeckt und bis heute konserviert wurden.

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