Es war im dritten Stock, etwa um halb sechs Uhr früh. Die Morgendämmerung grandios, rötlich schimmerndes Gewölk in einem klaren, blauen Himmel. Ideal um die Idylle fotografisch festzuhalten. Noch etwas verschlafen, das Handy gezückt und … tief unten war ein Steinboden. Das Resultat ist auf dem Foto zu sehen.
Den ersten Tag in den Ferien – geplant war eine leichte Bergwanderung – verbrachten wir logischerweise im Postauto, einem Swisscom-Shop und stundenlang mit einem neuen Handy. Daten von der Ruine zu überspielen, war nicht mehr möglich. Also alles neu «eintöggelen», Apps runterladen, in der Erinnerung kramen, was alles auf dem Alten war, was alles wieder gebraucht wird.
Und dann die Ernüchterung: Wer nimmt in die Ferien schon alle – auch elektronische – Unterlagen mit, auf denen die verschiedenen Passwörter gesichert sind?
Also voll funktionstüchtig war das Neue nach der intensiven Intervention noch nicht. Doch immerhin stellte es Telefonverbindungen her und zeichnete Erinnerungsfotos auf. Nur das mit dem E-Banking, den SMS, den wichtigen Mails und und und.
In einem solchen Katastrophenfall denke ich mir, dass Kommunikation früher einfacher war – einfach ein neues Stück Holz aufs Feuer legen und schon gibt es Rauchzeichen. (Guy A. Lang)

