Jeder hat sich bestimmt einmal schon die Frage gestellt: Was schenkt man jemandem, der bereits alles hat? Man traut sich beinahe kaum, ein «banales» Geschenk mitzubringen, weil er oder sie hat das bestimmt schon.
Entweder man hat die zündende «Superidee», oder man bringt einfach klassisch eine Flasche Wein mit dem Kommentar «du hast ja eh schon alles». Ich habe mir diese Woche diese Frage selbst gestellt, aber in eine etwas grösseren Rahmen: Was kann man einer Generation noch bieten, der es nie an etwas gefehlt hat?
Diese Frage ist für mich einerseits leicht zu beantworten, weil auch ich zu einer solchen Generation gehöre. Andererseits ist es auch eine komplizierte und aktuelle Frage, denn mehr und mehr scheinen meine und die folgenden Generationen unzufrieden zu werden. Unzufrieden und im steten Glauben, trotz allem, was wir haben, ungerecht behandelt zu werden.
Grund für diese Frage war für mich die letzte Klimademonstration auf dem Paradeplatz. Demonstrieren finde ich an sich eine gute Sache. Es bedeutet, sich Zeit zu nehmen, um für ein Anliegen auf die Strasse zu gehen, das der eigenen Meinung nach zu wenig Beachtung erhält. Es bedeutet, sich politisch zu engagieren und etwas bewegen zu wollen. Ob dies deutsche Bauern mit Mistgabeln sind, die sich gegen zu tiefe Preise wehren, oder Jugendliche, die sich vor der CS hinsetzen, spielt für mich dabei keine grosse Rolle.
«Warum fühlt man sich ungerecht behandelt, wenn man sich ausserhalb des rechtlich Erlaubten bewegt?»

