Die Kosten in den Zürcher Spitälern sind 2020 coronabedingt um 3,1 Prozent gestiegen – obwohl 4 Prozent weniger stationäre Fälle behandelt wurden. Der Schnitt der Kosten pro Fall lag bei 10‘282 Franken. Das Wachstum lag an den teuren Schutzmassnahmen für Patientinnen und Patienten und daran, dass die Fixkosten der Spitäler auf weniger Fälle verteilt werden mussten, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Donnerstag mitteilte.
Zwischen dem 17. März und 26. April 2020 hatte der Bundesrat ein Verbot für nicht zwingende Eingriffe verfügt.
8 Prozent mehr in Uster
Am stärksten stiegen die Fallkosten im Spital Uster, sie gingen dort um 8 Prozent auf 11'655 Franken hoch. Damit liegt das Spital wie schon im Jahr zuvor auf dem letzten Platz der 18 Krankenhäuser umfassenden Liste. Nur leicht vom sechsten auf den siebten Platz zurückgefallen ist das GZO-Spital in Wetzikon.
Der jährliche Fallkostenvergleich für stationäre Spitalbehandlungen im Bereich des Krankenversicherungsgesetzes umfasst jene Zürcher Spitäler mit mindestens 200 akutsomatisch behandelten Patienten.

