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Corona hat die Stadt Wetzikon schon über 2,1 Millionen gekostet

Und wieder ist eine finanzielle Unterstützung nötig: Mit dem jüngsten Paket spricht der Wetziker Stadtrat weitere knapp 90‘000 Franken, um die Corona-Folgen abzufedern.

Corona beschert dem Alterswohnheim Am Wildbach - hier eine Aufnahme vom März 2020 - weiterhin hohe Mehrausgaben.

Seraina Boner

Corona hat die Stadt Wetzikon schon über 2,1 Millionen gekostet

Die Pandemie schwächt sich zwar ab, doch sie beschert den Gemeinden weiterhin zusätzliche  Aufwendungen und auch Ertragsausfälle.

« Die aktuelle Situation rund um die Coronakrise fordert alle. Der Stadtrat erachtet es als zentral, dass die Gemeinden und Städte einen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise leisten. Der Stadtrat möchte seine Möglichkeiten nutzen, um insbesondere die wirtschaftlichen Folgen dieser Coronakrise abzufedern » , schreibt die Exekutive in ihrem jüngsten Beschluss. In Wetzikon beläuft sich die Gesamtsumme der Corona-Hilfe, die Massnahmen oder Kredite umfasst, auf mittlerweile 2,12 Millionen Franken.

Rahmenkredit und gebundene Ausgaben

Den grössten Teil davon machen mit 1,1 Millionen Franken Kredite aus, die dem 2,5 Millionen Franken umfassenden Rahmenkredit zugeschlagen werden. Diesen hatte der Stadtrat am 1. April 2020 zur Bewältigung der Corona-Krise genehmigt. Die Ausgaben werden zulasten der Jahresrechnungen 2020 und 2021 verbucht.

Neben diesem Rahmenkredit hat der Wetziker Stadtrat im Rahmen der Corona-Hilfe aber auch 922‘300 Franken als gebundene Kredite gesprochen. Dieses Geld ist in bisher acht Tranchen bewilligt worden. Und schliesslich kommen noch gut 91‘000 Franken hinzu, die der Stadtrat im vergangenen Jahr in eigener Kompetenz genehmigt hatte. 

Alterswohnheim stark betroffen

In den 2,12 Millionen Franken nicht inbegriffen sind die Einnahmenausfälle wegen der Coronakrise. Solche spürt die Stadt etwa bei den Badeanstalten, die geschlossen oder nur mit Einschränkungen geöffnet worden waren. Dann nahmen aber auch die Einnahmen aus Gebühren ab und die Cafeteria des Alterswohnheims Am Wildbach durfte zeitweise keine auswärtigen Gäste mehr bedienen.

Das jüngste Paket, das der Stadtrat im Juni verabschiedet hat, ist mit knapp 90‘000 Franken vergleichsweise bescheiden. Es ist in den Gesamtkosten bereits eingerechnet und umfasst vier Posten. Der grösste ist 50‘000 Franken für zusätzliche Arbeitsstunden im Alterswohnheim am Wildbach sowie für befristet eingestelltes Personal in der Zeit bis Ende September. Weitere 25‘000 Franken gehen ebenfalls ans Alterswohnheim für Schutzmaterialien.

Auch Mieter und Pächter von städtischen Liegenschaften, die ihre Lokale wegen des Bundesratsentscheides schliessen mussten, erhalten zusätzliche Unterstützung. Für die beiden Monate April und Mai wurden 13‘400 Franken an Miete oder Pacht erlassen. Seit dem 17. März 2020 bis Ende März 2021 hatte der Stadtrat total bereits knapp  119’000 Franken für solche Mieterlasse bewilligt.

Kulturveranstalter leiden

Erneut unterstützt werden auch Kulturveranstalter. « Wie schon 2020 und erneut dieses Frühjahr mussten eine Vielzahl von Kulturveranstaltungen verschoben oder ganz abgesagt werden. Bei den meisten bleibt es ohne oder mit verkraftbarer Kostenfolge. Bei anderen entstehen Aufwendungen, die aufgrund der Absage nicht verhindert werden konnten beziehungsweise für den Verein nicht verkraftbar sind » , führt der Stadtrat aus.

Zum Zug kommt diesmal der Orchesterverein, der sein Frühjahreskonzert der Musica Serena nicht durchführen konnte. Statt des Förderbeitrages von 1500 Franken gibt es einen Covid-19-Beitrag von 870 Franken, weil dem Verein trotz zeitiger Absage des Konzerts bereits Vorbereitungskosten erwachsen waren.     

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