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Aus dem Weisslinger Volg wird bald ein Prima-Laden

Der Weisslinger Dorfladen wird ab dem 1. September nicht mehr als Volg-, sondern als Prima-Filiale geführt. Die Umstellung verfolgt nicht etwa das Ziel, das Sortiment zu verändern – im Gegenteil: Die Betreiber wollen es bewahren.

Der «Wisliger Märt» wechselt von einer Volg- zu einer Prima-Filiale.

PD

Aus dem Weisslinger Volg wird bald ein Prima-Laden

Alles neu und trotzdem bleibt vieles beim Alten. Der grosse Dorfladen « Wisliger Märt »  an der Dorfstrasse in Weisslingen verkaufte seine Produkte bisher unter der Volg-Marke. Nun kommt ein neues Schild an die Tür. Die Betreiber trennen sich vom Label Volg und wechseln zu Prima, die allerdings ebenfalls zur Volg-Gruppe gehört.

Die Volg-Märkli und -Aktionen wird es also bald nicht mehr geben. Allerdings steht Ersatz bereit: Die Volg-Aktionen werden gegen Prima-Aktionen eingetauscht. Zudem haben die Betreiber spezielle « Wisliger-Märt-Märkli » enworfen, welche ähnliche Rabatte anbieten wie das Pendant von Volg. « Wir werden bereits gesammelte Volg-Märkli durch die neuen ersetzen. Ein bestehendes Sammelheft kann einfach mit ‹Wisliger-Märkli› weitergeführt werden » , sagt Thomas Aeschbacher, Geschäftsführer der Wisligzäller Genossenschaft, die den Dorfladen betreibt.

Vielfalt beibehalten

Zum Angebot des Dorfladens gehören neben den Volg-Eigenprodukten unter anderem der hauseigene Wisliger Huusbeck, die integrierte Metzgerei Keller und einige Spezialsortimente wie etwa ein  « Natürli-Sortiment » , Oswald-Produkte oder ein grosses Bio-Sortiment. Die Betreiber pflegen zudem einen eigenen Gemüseeinkauf beim Engrosmarkt in Zürich. Die Umstellung hat zum Ziel, diese Vielfalt beizubehalten.

« Gerade für freischaffende Detaillisten und Kleinbetriebe, die –  wie wir –  eigenständig agieren und mit vielen verschiedenen Lieferanten zusammenarbeiten wollen, ist Prima die einfachere Marke » , begründet Aeschbacher die Umstellung. Prima gehöre zwar auch zur Volg-Gruppe – allerdings sei man als Ladenbetreiber freier in der Warenbeschaffung. Die Volg-Richtlinien würden vorschreiben, dass ein wesentlicher Teil der angebotenen Produkte aus dem Volg Konsumwaren AG (Kowag)-Sortiment stammen müssen. « Dieses Konzept konnten und wollten wir in unserem vielfältigen Dorfladen nicht umsetzen » , sagt Aeschbacher weiter.

Das Ziel der Umstellung sei demnach nicht, ein grundlegend neues Sortiment aufzubauen – sondern die Zusatzsortimente, den Beck und die Metzgerei langfristig beibehalten zu können. Wäre der Wisliger Märt beim Volg-Konzept geblieben, hätte man sich hiervon vielleicht trennen müssen.

« Wenn man die Augen beim Eintritt in den Laden schliesst, dürfte man kaum etwas von der Umstellung mitbekommen. »

Thomas Aeschbacher, Geschäftsführer der Wisligzäller Genossenschaft

Mit rund 600 Quadratmetern sei die Ladenfläche für einen durchschnittlichen Volg auch zu gross. « Das Volg-Konzept ist grundsätzlich für kleinere Dorfläden gedacht und hat damit auch Erfolg » , sagt Aeschbacher.  Die Entscheidung sich vom Volg zu trennen, sei dennoch nicht leicht gefallen – schliesslich habe man viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet.

Die altbewährten Volg-Produkte werden jedoch im Sortiment bleiben. Daher ändere sich für die Kundschaft in Bezug auf die Einkäufe wenig. « Wir bauen unser Angebot sicherlich um einige neue Produkte aus, die von der Kundschaft nachgefragt werden » , so Aeschbacher. Dazu zähle beispielsweise Naturkosmetik, neue Tee-Marken wie Sirocco oder zusätzliche regionale Produkte. Allerdings handle es sich hierbei um kleine Veränderungen, wie sie auch ohne eine Umstellung der Marke von Zeit zu Zeit vorgenommen würden.

Am Eingang und auf der Kleidung der Mitarbeitenden wird fortan das Logo des Wisliger Märts prangen. Aeschbacher sagt: « Wenn man die Augen beim Eintritt in den Laden schliesst, dürfte man aber kaum etwas von der Umstellung mitbekommen. » Er hält zudem fest, dass der Volg Rikon, der ebenfalls von der  Wisligzäller Genossenschaft betrieben wird, weiterhin ein Volg bleibt.

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